Mal wieder neue Nachrichten aus dem Ausland...!
nachdem ich letztes Wochenende wunderbaren Besuch von meiner liebsten Anna-Maria (AM, sorry aber ist einfach zu lang, um es immer wieder auszuschreiben!) bekommen hab, dachte ich, es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Hab auch gerade gesehen, dass AM ihren Blog schon gefüttert hat. Da wirds ja höchste Zeit was?
Tja also letztes Wochenende (WE) hat eigentlich schon am Mittwoch begonnen. Da hab ich ne Studi-Nachricht von AM bekommen, ob sie nicht das kommende WE vorbei kommen kann. War alles ein bisschen stressig, auch weil mein Handy im Moment im Brei ist und ich weder SMS empfangen noch senden kann (nein es liegt nicht an der SIM-Karte, hab ich schon ausprobiert!). Über Studi haben wir das dann aber doch regeln können, so dass wir uns am Donnerstagnachmittag zusammen telefonieren konnten und ich AM gegen halb elf am Busbahnhof in St. Catharines in Empfang nehmen konnte. Es war als hätte sie die Kälte mitgebracht. An dem Abend waren es bestimmt nur 1-2 Grad und ich stand doch tatsächlich mit langen Unterhosen, 3 Lagen Kleidung, einer Winterjacke und meinen Winterschuhen am Bahnhof ....und hab trotzdem gefroren. Also nur ein bisschen. Aber trotzdem.... Zum Glück entpuppt sich das gesamte folgende WE als Spätherbst mit 15 Grad und mehr und noch dazu mit traumhaftem Sonnenschein.
Freitag haben wir erst einmal ausgeschlafen. Also so richtig ausgeschlafen. Die Luft in meinem Zimmer war danach qualitativ nicht mehr so überzeugend, aber haben schnell durchgelüftet und haben uns nach einem kurzen Frühstück/frühem Mittagessen aufgemacht, meine Uni anzuschauen. Es ist aber auch einfach zu schön bei uns. Weil unser "kleiner" Campus nach einer 3/4 Stunde besichtigt war und wir auch nix mehr zu tun hatten, sind wir in den nächsten Bus zum Pen gestiegen. Da haben wir es doch tatsächlich geschafft den Rest des Tages zu verbringen. Gegen sieben oder acht sind wir in den Bus nach Hause gestiegen. Was wir die ganze Zeit gemacht haben? Keinen Schimmer. Auf einmal war es dunkel draußen und uns taten die Füße weh. Also zumindest mir. Auf dem Weg nach Hause hab ich mal wieder bewiesen, dass mein Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer noch ziemlich beschränkt ist. Ich hatte vor einen Bus zu erwischen, den man von Richtung Pen kommend gar nicht erwischen kann. Ergebnis war, dass wir bestimmt 10 Minuten in der Kälte standen und uns dann auf den Weg zur Brock gemacht haben, wo wir ursprünglich hätten aussteigen sollen. da hätten wir dann auch im Warmen warten können. Naja...wieder was Neues gelernt. Zu Hause haben wir dann noch Christina getroffen, die uns Pizza übriggelassen hatte und gerade Cookies backen wollte (Teig aus der Tüte, natürlich). Wir haben bestimmt noch eine Stunde der länger in der Küche gesessen und geplaudert, was ich persönlich sehr angenehm fand, weil es hier nicht allzu oft vorkommt, dass wir einfach mal zusammen sitzen und uns einfach unterhalten. Sehr schöne Erfahrung also. Dass das erste Blech mit Cookies dann verbrannte war nicht so schlimm. Wir haben einfach die übriggebliebenen und nicht verkohlten sechs gegessen. Zu dritt lässt sich sowas ja auch gut teilen :o)
Samstag ging es dann zum einkaufen. diesmal keine Klamotten, sondern Kühlschrankinhalt. Dennis, einer meiner deutschen Mitstudenten, hatte sich ein Auto geliehen, weil er Freitagabend mit einigen Leuten beim Eishockey in Buffalo war. Netterweise hat er angeboten uns zum einkaufen mitzunehmen, weil er auch hin musste. Ich hatte meine Liste und wollte eigentlich gleich losschieben. AM und Dennis hab ich allerdings vorher noch beim Friseur abgeladen. Der Laden ist da gleich um die Ecke und ich bin sehr zufrieden mit meinem Schnitt, den sie mir verpasst haben. Also dachte ich, keine schlechte Idee. Leider stellte sich raus, dass ich wohl mehr Glück hatte. Dennis war total unzufrieden und bei AM sah man eigentlich überhaupt keinen Unterschied. Und schnell waren sie diesmal auch nicht. Dennis' Schnitt hatte genauso lange gedauert, wie mein Einkaufstrip, der schon sehr strukturiert war und ich auch recht zügig alles erledigt hatte. Als ich dann den Schlüssel fürs Auto abholen wollte, saßen beide immer noch da. Leider wurde das Ganze dann noch recht knapp, weil Dennis das Auto um 12 zurück geben musste und wir erst um 11:45 bei uns vor der Tür standen. Er hats dann aber trotzdem noch geschafft. Nachdem ich dann den Kühlschrank eingeräumt (manchmal gar nicht so leicht!!!)hatte, haben AM und ich uns an unseren Toronto Trip gemacht. Wenn sie schon mal da ist, dann muss sie da auch noch hin. Schnell war ein Hostel gefunden und gebucht und ich hatte nen Bus rausgesucht und schon war klar: am Sonntag gehts nach Toronto, über Nacht. Was Paul und ich leider nicht gemacht haben, konnte ich jetzt nachholen. Während diesen Planungen kam uns in den Sinn, dass wir vielleicht auch noch zu den Niagara Fällen fahren sollten. Nur wie. Die Idee hatten wir schon Freitag, nur leider stellte sich heraus, dass es an Wochenenden keine Busse von Brock nach Niagara Falls (Stadt) fuhren. Kurzer Hand haben wir dann nen Coach Canada Bus genommen (einen dieser großen Überlandbusse. das ist hier wie bei uns Zug fahren.) Für $10 Hin und zurück haben wir uns den Spaß mal geleistet und saßen auch kurze Zeit später schon im Bus. Gegen vier sind wir dann am Bus Terminal von Niagara Falls angekommen und konnten da auch gleich schon in einen Shuttle Bus steigen, der uns direkt zu den Fällen gebracht hat.
Wir hatten das Glück, dass der Sonnenuntergang die Fälle gerade in das tollste Abendlicht tauchte und wir sogar einen Blick auf den tollen Regenbogen an den Horseshoe Falls erhaschen konnten.
Da ich im September ja schon mal da war, blieben mir diverse Fotosessions erspart und ich konnte mir die Umgebung und die Fälle nochmal ganz in Ruhe anschauen. Diesmal sind wir sogar fast trockenen Fußes zum Table Rock (Stelle, an der die Fälle hinunter stürzen) gekommen. Die Menschenmaße war um einiges größer, als bei meinem letzten Besuch, das war aber eher irrelevant. Da ich beim letzten Besuch auch einen Hacken hinter "Maid of the Mist fahren" machen konnte und AM bei einem früheren Besuch auch schon einmal schön nass geworden ist, blieb uns das ganze Schauspiel diesmal erspart. Und auch wenn wir gewollt hätten: die komplette Anlegestelle und Einrichtungen für Touristenbe- und entladung waren abgebaut. Die Schiffe lagen auf dem Trockenen.
Das Wasser zu dieser Jahreszeit ist wohl doch etwas kälter. Oder irgendein cleveres Kerlchen hat die Betreiber verklagt, wegen Lungenentzündung nach einer Fahrt im Dezember. Man weiß es nicht. Nachdem wir die Fälle ausgiebig beguckt hatten und die Sonne verschwunden war, sind wir dann in Richtung Tourizentrum "Cliffton Hill". Das hab ich letztes Mal noch gar nicht auf meinem Radar gehabt, aber es war doch sehenswert. Auf eine bestimmte Art und Weise. es hatte etwas vom Strip in Las Vegas, nur das es hier bergauf ging und es keine Nobelhotels, sondern nur Fresstempel, einige Fahrgeschäfte auf Dächern und andere Kuriositäten gab.
Für mich als Touristiker ist das alles natürlich sehr interessant, wie aus natürlichem Angebot (Naturschauspiel, Wasserfälle) ein derartig abgeleitetes Angebot (Chiffon Hill) entsteht. Als Normalo Mensch fand ich das allerdings ziemlich scheußlich. Muss man sich ehrlich gesagt nicht nochmal anschauen bzw. antun. Unsere flucht ging dann Richtung ....Trommelwirbel....Factory Outlet Center. 10 Minuten vom Toursitenzentrum entfernt hatte man ein Shoppingcenter hin gepflastert.
Diverseste Shops, die alle mit den tollsten Angeboten lockten. es stellte sich allerdings heraus, dass nur ein ganz geringer Teil an Ware reduzierte und ausrangierte Ware war. Der Rest war einfach die ganz normale Kollektion zu ganz normalen Preisen. Nicht sehr überzeugend. Nachdem wir da dann auch fertig waren und ich ein Paar Ohrwärmer (jawohl, diesmal keine Mütze) abgestaubt hatte, sind wir total platt (geistig, als auch physisch, hauptsächlich unsere Füße) in den Bus Richtung Stadt und dann Richtung Bus Terminal gestiegen. Die Fahrt nach St. Catharines ging dann auch wieder ganz fix und wir waren in null Komma nix zu Hause in unseren Betten. Verdienter Weise.
Sonntag wurde dann wieder ausgeschlafen, diesmal nicht ganz so lange, wie Freitag, aber diesmal gabs Pancakes zum Frühstück. ich hatte AM und Christina versprochen welche zum Frühstück zu machen. Es war natürlich der vermeidlich schlechteste Zeitpunkt meine schlechtesten Pancakes zu fabrizieren. Irgendwie wollten die kleinen Sch***Dinger nicht so wie ich und das resultierte dann in krumpligen Pancakes. Mensch. Und die anderen in vorherigen Wochen waren alle so schön. sie haben aber trotzdem geschmeckt. AM und ich haben dann unser Zeug fertig gemacht und mein Zimmer aufgeräumt, weil man sonst einfach nix findet in dem kleinen Ding. Und schon gar nicht mit 2 Personen. Um 3 sollten wir dann an der Brock in den Bus nach Toronto steigen. Ach nee Moment es war 3:20, hatte ich das nicht gesagt? So ungefähr war AMs Reaktion, als ich sie darauf ansprach, dass der Bus erst um 3:35 in der Stadt abfährt. Also am nächsten Stop und die Zeitspanne zwischen uns an der Brock einsammeln und am Bus Terminal in der Stadt losfahren, schien mir doch etwas zu groß. So hatten wir dann noch unseren Spaß an der Uni und haben potenzielle neue Brock Studenten angegafft (Tag der offenen Tür oder sowas).
Vom Bus Terminal in Toronto sind wir dann zum Hostel gelaufen. 20 Minuten durch die Stadt, vorbei an irgendwelchen Polizeiwagen aus Philadelphia. Offensichtlich wurden mal wieder irgendwelche Filmaufnahmen in Toronto gemacht. Ich hab heut mal nachgeschaut: es sind bis April immer mindestens 2 Filmcrews vor Ort. Die Stadt scheint wohl der absolute Moviestar zu sein ;o)
Unser Hostel stellte sich als sehr niedlich und gemütlich heraus. Unser Zimmer hatte 10 Betten, die auch alle belegt zu sein schienen. Ich durfte mal wieder in einem Hochbett oben schlafen. Hatte ich auch schon lange nicht mehr. Nachdem wir unsere Betten bezogen und unsere Klamotten einigermaßen verstaut hatten, widmeten wir uns der Karte und diversen Sehenswürdigkeiten. Mit der Hilfe einiger Deutschen, haben wir uns schnell einen Plan für den nächsten Tag zusammen gebastelt und sind dann losgezogen auf der Suche nach etwas zum Essen. Nudeln sollten es sein. Aber nicht zu teuer. Versuch das mal einer, an einem Sonntag in Toronto City. Aber Toronto ist eben nicht New York. Sonntags ist in Toronto auch nicht der Bär los und viele Restaurants waren einfach geschlossen oder nicht passend für uns. Zum Glück konnte sich AM durchsetzen und hat mich auf der Yonge Street (längste Straße der Welt übrigends. Bin sicher, dass ich das schon erwähnt hatte!) noch 2 Blocks weitergestreift, so dass wir doch tatsächlich das perfekte kleine Restaurant gefunden haben. Da gabs Nudeln in allen Variationen mit den tollsten Soßen. Auf dem Heimweg gabs dann noch eine Belgische Waffel mit dick Schoko drauf. Gelungenes Dinner für gerade mal $10 (~6€). Da die Nacht noch jung und wir noch frisch waren, zog es uns noch ins Kino. Wer kann sollte sich Inglorious Bastards auf jeden Fall noch anschauen...aber bitte auf Englisch. Das ist der totale Hit. Ziemlich brutal und bildhaft, weil ja Tarantino Film, aber absolut zum Schreien komisch. Trotz Themenwahl. Völlig geflasht, ich mein wirklich geflasht, kamen wir dann gegen 1 aus dem Kino (zum Glück nur um die Ecke von unserem Hostel!!) und sind sofort in Richtung Bett marschiert. Meine erste Hostelnacht hab ich dann gut rumbekommen und schon um 9 gabs dann Frühstück. Pancakes bis zum abwinken. Die Dinger waren nur so groß, dass AM und ich nur jeweils 1,5 Pancakes essen konnten. Es sollte sich heraus stellen, dass es an Backpulver definitiv nicht gefehlt hat und die Dinger auch noch um 1 relativ satt machten. Der Tag verging dann wie im Fluge. Obwohl wir relativ relaxet an den Tag gingen und uns Zeit ließen mit allem, waren wir doch ziemlich platt, nachdem wir Kensington Market (Hippiviertel), den CN Tower (beim 2. Mal noch weniger spektakulär, als beim 1. Mal), das Disitiliry District (lecker Lunch!!), the Annex (Wohngegend, ganz nett aber nix Besonders), sowie die Uni und das Eaton Center (Shopping Traum, gut dass ich nix mehr brauchte!!) besucht hatten.
Im Eaton Center haben wir uns bestimmt 45 Minuten im Apple Store aufgehalten und versucht eine dämliche Statusmitteilung auf Facebook per iPhone zu posten. AM hat es hinbekommen, aber erst nach diversen Anläufen und Komplikationen. Dementsprechend kurz war die Mitteilung dann auch: Toronto today. Glanzleistung meine Liebe. Ich hab das ja überhaupt nicht auf die Reihe bekommen, deshalb zieh ich meinen Hut und bin jetzt still!! Danach sind wir dann noch zu urban outfitters und haben uns die vermeidlich hässlichsten Stücke ausgesucht, die es gibt. Ich glaube den 1. Preis hätte ein schwarz-weißes Kleid mit Omaschnitt und -muster gemacht. Zu köstlich.
Gegen 9 war es auch schon wieder Zeit zum tschüss sagen. AMs Bus fuhr Richtung Montreal ab, meiner eine viertel Stunde später nach St. Kitts. Und mal wieder bin ich todmüde in mein Bett gefallen.
Danke für das Traumwochenende. Hat so ein bisschen für mein Geburtstagsdilemma entschädigt.
So jetzt hab ich schon wieder ewig hier dran gesessen und meinen Unikram vernachlässigt. Da muss ich jetzt wieder dran. Nur noch soviel: das nächste Wochenende ist schon geplant. Diesmal gehts nach: NEW YORK CITY!!!! Juhhuuuu.
Bis bald. Ganz liebe Grüße
Franzi
Es macht Spaß das ganze aus deiner Sicht zu lesen und dass wir übereinstimmend über ein gelungenes Wochenende reden. Yay :)
AntwortenLöschenHave the best time in NY meine Liebe und bis ganz bald!
Bisous,
AM
Hallo liebste Franzi und unbekannter Weise AM (hieß nicht die von SpiderMan auch so? mhmm naja egal), hört sich nach einem sehr schönen Wochenende an!und hat viell das Geburtstagswe ein bisschen vergessen gemacht.
AntwortenLöschenHier im schönen Tal ist es seit gestern irgendwie auch 15C,ganz schön komisch warm und dementsprechend verregnet.aber das kennt man ja.
Ansonsten ist es hier sehr ruhig und unspektakulär.liegt bestimmt am winter.
Die Cini und ich haben gestern unser 1000 teile Puzzle beendet,das war auch schon das interessanteste was in letzter zeit passiert ist;-)
So einen Monat hast du noch und dann wollen wir in Wuppertal auch Pancakes:-)
Hat die Cinja dir schon erzählt dass wir jetzt ein Crepebratgerät haben?! Sehr lecker:-)
Bis bald Andrea
Hallo liebe Franzi,
AntwortenLöschennein, besuchen werde ich Dich nicht können - habe in zwei Wochen mein Krankenhauspraktikum (*freu*) - aber bald bist Du ja schon wieder da. Und ich kann Dir schon sagen, Dein Geburtstagsgeschenk ist schon ziemlich cool. nur für den Fall, dass Du damit nichts anfangen kannst - ich nehm's sofort :o))) ist gemein, ich weiß. so ist das eben unter Geschwistern.
Liebe Grüße aus dem kalten Dormagen
Mattes