Hallöchen meine Lieben zu Hause!!
Wie geht es euch…haben schon lange nix mehr von ein anderer gehört!! Ich hab nix geschrieben und ihr habt nicht gepostet…so…sind alle gleich schuld…hihi.
Also was ich euch jetzt erzähle, war wahrscheinlich die bester Erfahrung, die ich seit langer Zeit gemacht habe. Es ist nicht zu vergleichen, mit Tierbeobachtungen in Afrika oder Ähnlichem… es war einfach nur der Hammer.
Vorgeschichte:
Paul wollte unbedingt raften gehen…also so auf Wasser, dass nicht nur so dahin plätschert, sondern richtig…also richtig… Meine Meinung dazu: NIIIIEEEEMALS. Das schien mir einfach zu …ich sag mal gefährlich und ich hatte da echt Angst vor. Das Problem, wie bringt man das jemandem bei, der davon so begeister ist und das unbedingt machen möchte? Richtig: gar nicht.
Ursprünglich wollten wir mit dem Brock Outdoor Club fahren, wie die auch eine Fahrt angeboten haben, die allerdings $300 kosten sollte, für einmal raften und den Rest weiß ich nicht wofür. Aus Erfahrungsberichten von Freunden, wusste Paul, dass diese Rafting-Angelegenheit von vorne herein eh schon ziemlich teuer ist. Aus diesem Grund war er auch ziemlich froh, dass er ein anderes Angebot gefunden hat, dass 2Tage Rafting und Unterkunft und Verpflegung beinhaltet hat… für fast den gleichen Preis. Das einzige Problem, war dann nur noch der Transport zum Ottawa River, der gut 6 Stunden von hier weg ist. Es sollte dann ein Mietwagen sein.
Vom ganzen Drama im Vorhinein will ich jetzt gar nicht berichten. Hier nur einige Stichpunkte:
• Wir fahren, brauchen noch einen Mitfahrer, 2 wären sogar besser
• Dennis fährt noch mit
• Mietwagen wäre für uns verfügbar
• Dennis und Sonja fahren mit, perfekt
• 3 Tage am Ottawa sind nicht mehr verfügbar, ist das letzte Wochenende
• Unterkunft ist nicht inklusive
• „Dennis hast du ein Zelt?“
• Wir fahren nicht, so ein scheiß, irgendwelche anderen Ideen?
• Reservierung zum raften in den Wind schießen???
• Ich will aber fahren
• Unterkunft für wenig Geld doch verfügbar
• Raften fest buchen!!!
• Mietwagen anrufen…abholen lassen
• …“ähm warum geht das mit dem Mietwagen nicht?“, „Sie haben keine Versicherung!“, „Und warum sagt das vorher keiner?“
• Raften absagen?
• ……
Das hat sich alles innerhalb von 2 Stunden abgespielt und wir waren bestimmt dreimal kurz davor das Ganze tatsächlich abzublasen. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft zu Autovermietung zu kommen und dort ei n Auto zu mieten und endlich loszufahren. Dennis und Sonja sind beides deutsche Austausch- Studenten, die auch gerne über s Wochenende weg wollten. Dennis kannten wir beide schon, Sonja war so ein bisschen Glücksspiel, was sich allerdings bezahlt gemacht hat.
Die Fahrt Richtung Norden zog sich dann durch die Nacht…zum Glück hatte ich mein Kissen eingesteckt und hab im Auto schon mal geschlafen. Nachts um eins sind wir dann endlich angekommen. Anreise ist eigentlich zwischen 17 und 21 Uhr…wir hatten uns also nur LEICHT verspätet.
Empfangen wurden wir dann im Wilderness Tours Resort von einem sehr netten Menschen, der uns noch schnell alles erklärt hat, so von wegen wann Frühstück ist und hat uns dazu noch ein Video gezeigt, von den früheren Rafting Touren. Da ist mein Herz dann nochmal gaaanz weit nach unten gerutscht…dieses Wasser sah echt richtig fies aus…und vor allem so KALT!!!! AHHHHH!!!
Nachdem wir dann unseren Schlüssel zu unserer kleinen Zedern Cabin bekommen haben, sind wir dann durch das Resort gefahren und haben unser kleines Häuschen gesucht, was sich dann als kleine Bude mit Wellblechdach und einer extrem dünnen Holzwand herausstellte. Temperatur innen, sowohl als auch außen: 1-2 C*. In dem Häuschen standen dann nur 2 Betten, eine kleine Couch und ein Besen, sowie ein paar Handtücher. Zum heizen waren diese Dinger also nicht gedacht. Gut dann musste eben gekuschelt werden. Zum Waschen und Zähne putzen mussten wir dann nochmal loszeihen, allerdings nicht ohne vorher auf die kleine Karte zu schauen, die man uns beim einchecken gegeben hat. Der Weg war zum Glück nicht weit…das Campinggefühl wurde dadurch aber nur verstärkt. Auf dem Rückweg mussten Sonja und ich dann durch den stockdusteren Wald laufen, weil die Jungs natürlich schneller waren als wir und die Taschenlampe mitgenommen haben. Aber so ein bisschen Angst und Verwirrung in der Nacht sollen ja ganz gut sein. Ähm …wirklich??! Naja.
Die Nacht wurde dann bestimmt nochmal 3 Grad kälter und ich hab mir tatsächlich fast die Nase abgefroren. Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich kalte Nasen und Nächte hasse?!! Paul und ich haben dann beide in bestimmt 3-4 Lagen Klamotten geschlafen, plus eine Fliesdecke, plus eine kleinere Wolldecke, die mich mitgenommen hatte, plus 2 Decken, die wir da im Häuschen hatten. Und es war trotzdem kalt. Zum Glück mussten wir nicht allzu lange schlafen (hört sich ja bekloppt an, aber ich war echt froh dass die Nach rum war), weil wir um 9:15 Uhr unser obligatorisches Briefing zum raften hatten. Vorher musste ja noch gefrühstückt werden und wir mussten uns noch in unser Neoprenanzüg quetschen…ja Neoprenanzüge. Frühstück war überraschen gut. Riesig viel Obst, Müsli, Kaffee, Milch, Kakao, Saft und Rührei mit Bacon und Bratkartoffeln. Da konnte man wirklich nicht meckern. Vor allem nach so einer Nacht nicht. Nach dem Frühstück sind wir dann los und haben unsere Gummidinge abgeholt. Es ließ sich schon erahnen, dass das Wasser kalt sein würde. Besonders schön waren die blöden Anzüge ja schon eh nicht, der Clou war aber, dass sie noch teilweise nass waren. Die haben wohl die ganze Nacht draußen gehangen und bei 0 Grad werden die natürlich auch nicht trocken. Aber es half ja alles nix. Dann lieber mit nassem Neopren unterwegs, als nur in Bikini. Das Briefing war dann schon ein kleiner Vorgeschmack, auf was uns da erwarten sollte. Alle waren auf irgendeine Weise besonders gut gelaunt und total aufgedreht. Sharky (heißt eigentlich Matt und ist der Chef Guide von den Trips) hat dann einzeln die Gruppen aufgerufen, die an dem Tag mit aufs Wasser sollten. Meine Truppe hat das eine bisschen verschlafen, so dass ich die einzige war, die laut aufgebrüllt hat, als er uns aufgerufen hat. Bisschen peinlich…aber mein Gott. Nach der Bestandsaufnahe wurden dann noch Dinge geklärt, wie zum Beispiel Kleidung auf dem Wasser, Kameranutzung, wohin man schwimmen soll, wenn man aus dem Boot fällt, usw.
Nach dem Briefing sind wir dann in diese extrem coolen gelben Schulbusse gestiegen und sind einmal quer durchs Land gefahren. Angekommen sind wir dann an einem Haufen Scheunen, die sich als Lager für Paddel, Helme und Schwimmwesten herausstellten. Da musste sich dann jeder jeweils ein Paddel, einen Helm uns eine SCHWIMMWESTE besorgen. Ist ja auch ziemlich klar woll? So ohne Weste aber 2 Paddelt kommt man vielleicht nicht ganz so weit. Nachdem dann alle alles hatten, sind wir lausgelaufen Richtung Fluss.
Ach Moment das Beste hab ich ja noch vergessen. Während der Busfahrt hat mich eine Wespe direkt in den Finger gestochen. Ich war also schon das erste Mal in Tränen ausgebrochen, bevor wir überhaupt ein Boot zu Gesicht bekommen hatten. Mein Tag hat also extrem erfreulich angefangen. Ich war auch schon kurz davor im Bus zu bleiben und das Ganze abzublasen. Aber ich hab mir gedacht: jetzt bist du schon mal hier und hast dich in dieses extrem blöde Gummiding gezwängt, jetzt geht’s auch aufs Wasser.
So wars dann auch. Wir sind dann in unser vorher zugeteiltes Boot gestiegen. Dann gabs nochmal eine Sicherheitseinweisung, so von wegen wie halte ich das Paddel richtig und was tu ich, wenn ich nicht gegen die Strömung anschwimmen kann? Ha na tolle Aussichten. Zu diesem Zeitpunkt war mein Finger schon auf dreifache Größe angeschwollen. Paddelumfassen ging aber glücklicherweise noch ziemlich gut. Dann ging es bald auch schon los. Jedem Boot wurde sein Guide für den Tag vorgestellt, die dann immer mit lautem Beifall begrüßt wurden. Das lief dann ungefähr so: „Boot 3 mit XYZ, Boot 2 mit ABC und Boot 1….ihr seid ohne Guide. Schön, dass wir in Boot 1 saßen. Stellte sich aber später heraus, dass wir mit Sharky fuhren, der sich als der allergeilste Guide überhaupt entpuppte. Nach einigen Paddelübungen (müssen ja alle im Gleichtakt paddeln, sonst funzt das alles nicht) und Einweisung, was tu ich, wenn das Wasser zu wild wird (dann müssen nämlich alle die Paddelhoch nehmen und sich auf den Boden des Raftes setzen, statt auf den Rand.
Die ersten Stromschnellen, waren schnell erreicht und wir durften erst mal aussteigen, weil immer ein Teil der Guides an Land sichern, währen der Rest durch fährt. Und wir durften eben erst einmal gucken gehen. Und was ich da gesehen hab, hat mir erst mal gar nicht gefallen!!! OH mein Gott. Diese Stromschnellen waren der Hammer. Wer Lust hat, kann hier ja mal reinschauen!!:
http://www.youtube.com/watch?v=xovirKWSgQw&feature=related
Das Video repräsentiert eigentlich ziemlich gut, was wir den ganzen Tag auf dem Wasser so getrieben haben. Und die Stromschnellen im Film haben wir auch alle gemacht.
So wo war ich …ach also nachdem wir dann zugeschaut hatten, durften wir auch endlich auf die Boote und uns den Fluss runter stürzen. Meine Angst hat sich mittlerweile eher in Aufregung gewandelt und ich hab mich zu dem Zeitpunkt auch eher auf das gefreut, was da auf uns zu kam.
Natürlich sind wir nicht den ganzen Tag durch irgendwelche Stromschnellen gefahren, das wäre ziemlich anstrengend geworden. Zwischendrin mussten wir immer mal wieder durch ganz normale Teile des Flusses, die gar keine Strömung hatten. Auf diesen Stücken war dann auch zeit unseren Guide Sharky und den Rest unseres Bootes ein bisschen besser kennen zu lernen. Die anderen waren alles eine Gruppe, irgendwelche Physiotherapeuten oder Osteopathen Studenten, die einen Ausflug machten. Wir hatten extrem Glück, nicht nur mit Sharky, sondern auch mit denen. Der ganze Tag war eine einzige Spaßveranstaltung und ich hab selten so gelacht. An den Stromschnellen, gings dann natürlich wieder etwas anders zu, da haben sich dann alle konzentriert. Die einen hofften, dass sie nicht aus dem Boot fallen, die anderen haben fast darum gebettelt. Bezeichnend dafür war eine der letzten Stromschnellen, an der wir einige Zeit verbracht haben, weil wir immer wieder hineingefahren sind und versucht haben die entstehende Welle zu reiten. Mit einem Rafting- Boot jawohl. Ich weiß leider nicht wie das genau funktioniert, ich weiß nur, dass man dabei furchtbar nass wird. Auf jeden Fall hat Sharky uns vorher beigebracht, wie man das Boot rettet, sollte es einmal in extreme Seitenlage geraten. Dann muss nämlich die eine Seite des Bootes auf die andre Seite rüber, um das Gewicht auszugleichen. Ich hab erst gar nicht kapiert, worum es dabei ging, erst als wir schon fast mitten in der Welle waren wurde klar, was Sharky vor hatte. Er hat das Boot so gedreht, dass die rechte Seite direkt in der Welle hin und mit Wasser voll lief. Dabei bekamen wir natürlich erheblich Schlagseite nach rechts und dann gab es das Kommando alle nach Rechts… wie jetzt? Recht? Aber das heißt doch…. GANZ genau. Er hat das Boot absichtlich kentern lassen, weil alle so geil drauf waren. Ich hatte furchtbaren Schiss aber im Endeffekt war es die absolut geilste Aktion des Tages. So schnell wie das alles ging, konnte ich gar nicht gucken oder reagieren und mich beschweren, aber das war auch gar nicht nötig.
Am Ende des Tages bin ich 5-mal ins Wasser gefallen, oder öfter, wobei 2 Mal absichtlich waren, der Rest war mehr oder weniger meine eigene Dummheit. Außerdem bin ich von einem 22 Fuß hohen Stein direkt in die Strömung gesprungen (und ich musste mich echt überwinden!!!), hab gelacht bis zum Umfallen und wahrscheinlich einen der geilsten Tage überhaupt erlebt.
Die Frage nach der Wassertemperatur lässt sich noch ganz leicht beantworten: es war wärmer als die Luft. Im Wasser war mir immer sehr schön warm, auch wegen dem Anzug, draußen hab ich allerdings oft gefroren, wegen dem Wind, deswegen war das ins Wasser fallen auch überhaupt nicht schlimm!!!
So das war jetzt das Megaerlebniss in Kurzform, ich hab einiges weggelassen, wie les mal wieder den Rahmen sprengen würde, und ich auch keine Lust mehr hab alles aufzuschreiben. Ich sitz hier immerhin schon fast 3 Stunden.
Das wars erst mal wieder…
Ganz liebe grüße nach Hause, ihr fehlt mir
franzi
Montag, 28. September 2009
Nachtrag II – Paintball
Jaaa ist ja schon gut…Ich weiß ich bin spät dran…das hier wird jetzt einfach der extrem verspätete Nachtrag vom Paintball vom 13.9… Mein Gott schon wieder 2 Wochen her.
Die Zeit verfliegt hier wirklich wie im Flug…und schon wieder ist so viel passiert.
Aber zurück zum Paintball.
Also…nachdem wir während des Picknicks in Port Dalhousie mit Ken und Sam gesprochen haben, die beiden sind die Vorsitzenden des Brock Outdoor Clubs, sind wir am Sonntagvormittag zur Uni gefahren und haben uns da mit ein paar anderen Leuten vom Club getroffen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es eine große Gruppe sein wird, stattdessen standen nur drei andere Studenten plus Ken und Sam bereit, um paintballen zu gehen. Aber das war eigentlich egal. Die Fahrt dahin war dann auch ganz schnell geschafft, und wir kamen in einen kleinen Raum mit zwei Tresen. An einem wurden Waffen etc. erkauft, am anderen musste man sich anmelden und konnte seine Leihwaffe, sowie Maske abholen…Da ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt rumstand und dauernd irgendwelche Profis an mir vorbei liefen, die teilweise in Armyklamotten und irgendwelchen Profiwaffen rumliefen, kam dann doch ei mulmiges Gefühl auf. Ich hatte vorher schon gehört, dass der ganze Spaß wahrscheinlich ziemlich wehtun wird, das hat mich aber nur ein bisschen abgeschreckt. Zu diesem Zweck hab ich dann meine grauen Gammelhosen und meinen leuchtend grünen Pulli mitgenommen. Zu Hause hab ich gar nicht darüber nachgedacht, dass diese Verkleidung vermutlich zu mehr Treffern führen würde, als meine einfache braune Shorts und ein schwarzes T-Shirt…never mind!...
Also..los ging es dann für mich nachdem alle schon die erste Runde gespielt hatten. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie bin ich nicht in die Gänge gekommen. Vielleicht wollte mein Unterbewusstsein mir auch was sagen…ich habs aber einfach ignoriert. Beim Paintball wird man in zwei Teams eingeteilt. In unserem Fall rot und blau. Alle haben ein entsprechendes Bands bekommen, das man irgendwo gut sichtbar festmachen musste. Dann wurden die beiden Teams auf jeweils eine Seite des Spielfeldes aufgeteilt, von welcher aus man dann operieren musste. Ziel des Ganzen war es die Fahne des jeweils anderen Teams zu finden und zu seinem eigenen Fahnenmast zu bringen. Das Spielfeld war wie ein großer Garten. Ein Teil war viel Wiese mit einigen großen Plasikbehältern drauf, so damit man sich dahinter verstecken konnte, dann gabs einen Sumpf, einen kleinen Hügel, mit Loch in der Mitte, wo eine Brücke drüber führt…alles sehr abwechslungsreich. So also nach dem sie uns dann aufgeteilt haben gabs dann das Kommando: Alle Masken auf und Schutz von der Waffe(da war wie so ein kleiner Eierbecher drüber, damit man nicht irgendwem in den Fuß schießt, weil man die Waffe nach unten gehalten hat oder sowas), dann kam ein Signal, das alle fertig sind und dann kam das Startsignal… Ich hatte in den ersten beiden Runden so ein Schiss, dass ich einfach in irgendeinem Busch gesessen hab und mich nicht fortbewegt hab. Irgendwann wurde mir das dann aber doch zu langweilig, weil mich keiner abgeschossen hat und ich auch noch auf niemanden schießen konnte. Sinn des Ganzen also so ziemlich verfehlt. So während des dritten Spiels hab ich dann mal das Gebiet erkundet und bin natürlich gleich abgeschossen worden, von irgendwem, den ich nicht gesehen hab und auch keine Ahnung hatte, woher die verdammten Kugeln kamen. Ach so Kugeln.. natürlich…also das sind kleine Plastikkugeln, die mit irgendeiner komischen klebrigen orangen Farbe gefüllt waren… wenn man getroffen wird tuts schon etwas weh, es hält sich aber in Grenzen. Tja also da hat man mich dann noch abgeschossen…während weiteren 2 Runden bin ich dann auch mutiger geworden und konnte den ein oder anderen auch abschießen. Paul hat das alles allerdings besser hinbekommen. Er hat wohl pro Spiel 4-5 Leute abgeschossen. Naja…dafür war ich in meinem Busch ziemlich glücklich ;o).
Am Ende des großen Spiels, konnten wir noch ein bisschen länger bleibe, weil wir einen dabei hatten, der da früher mal gearbeitet hat. Wir haben dann noch gut eine halbe Stunde in einem kleinen Teil des Geländes gespielt, was „The Village“ heißt. Da stehen 2 Häuser, eine kleine Hütte, ein Auto, und und und… Also eine ganze Menge Zeug zum verstecken. Weil wir nur zu siebt waren, haben wir dann Mädels gegen Jungs gespeilt und einer hat den Schiedsrichter gemacht. Ich hab festgestellt, so auf kurze Distanz und mit Leuten, die man kennt ist das alles noch lustiger. Irgendwann hab ich hinter dem Auto gehockt und gesehen, dass Paul in meine Richtung rannte, musste mich dann aber wider ducken, weil mich irgendwer beballert hat. Als ich dann wieder um die Ecke geschaut habe, saß Paul keine 3 Meter von mir weg. Vor lauter Schreck hab ich ihm dann in den Hintern geschossen. Eigentlich hatten wir vorher ausgemacht, dass in solchen Fällen der mercy shot ins Spiel kommt, man also nicht mehr drauf ballert, sondern dem anderen die Chance gibt so auszusteigen, ohne eine Kugel aus nächster Entfernung abzubekommen. Hab ich leider nicht dran gedacht. Tat mir auch leid. Im nächsten Spiel hat er sich aber schon rächen können, da hat er mir nämlich direkt auf den Kopf geschossen. Das war echt fies, weil das die einzige Stelle war, die man nicht schützen konnte. Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Paul hat dann irgendwann noch die S.W.A.T.-Rolle ausgepackt, weil seine Kugeln alle waren und er unbedingt die Fahne wollte. Leider hab ich ihn nicht im fliegen erwischt, sondern erst, nachdem er dann vor der Fahne saß und gerade wieder abhauen wollte. Da hab ich dann aber an den mercy shot gedacht.
Am Ende des Tages waren dann alle vollgeschwitzt, weil erstens das Wetter mal wieder der absolute Hammer war und zweitens diese Rumrennerei ganz schön anstrengend ist. Wir haben uns eigentlich vorgenommen das nochmal zu machen, weil es einfach soviel Spaß gemacht hat, ich fürchte aber, dass unsere Transportschwierigkeiten uns da einen Strich durch die Rechnung machen werden.
Abends unter der Dusche hab ich dann erst mal gemerkt, dass die mich doch ganz schön oft getroffen hatten. So beim Einschäumen kam ich dann immer wieder über irgendwelche stellen an Armen und Beinen, wo ich in den Tagen danach dann auch einige blaue Flecke haben sollte. Witziger weise waren doch tatsächlich alle gleich groß und alle gleich blau. Aber sie haben sich definitiv gelohnt. Ich würde es sofort wieder machen!!!
Fotos machen war leider unmöglich, weil ich nicht riskieren wollte, erst mal abgeschossen zu werden und dann auch noch Farbe auf der Kamera zu haben. Deshalb gibt’s nur 2-3 von hinterher, auf denen alle ziemlich beknackt drauf aussehen. Ich weiß noch nicht, ob die so öffentlichkeitstauglich sind ;o)
Das war der 2. Nachtrag. Es folgen weitere!!!
Die Zeit verfliegt hier wirklich wie im Flug…und schon wieder ist so viel passiert.
Aber zurück zum Paintball.
Also…nachdem wir während des Picknicks in Port Dalhousie mit Ken und Sam gesprochen haben, die beiden sind die Vorsitzenden des Brock Outdoor Clubs, sind wir am Sonntagvormittag zur Uni gefahren und haben uns da mit ein paar anderen Leuten vom Club getroffen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es eine große Gruppe sein wird, stattdessen standen nur drei andere Studenten plus Ken und Sam bereit, um paintballen zu gehen. Aber das war eigentlich egal. Die Fahrt dahin war dann auch ganz schnell geschafft, und wir kamen in einen kleinen Raum mit zwei Tresen. An einem wurden Waffen etc. erkauft, am anderen musste man sich anmelden und konnte seine Leihwaffe, sowie Maske abholen…Da ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt rumstand und dauernd irgendwelche Profis an mir vorbei liefen, die teilweise in Armyklamotten und irgendwelchen Profiwaffen rumliefen, kam dann doch ei mulmiges Gefühl auf. Ich hatte vorher schon gehört, dass der ganze Spaß wahrscheinlich ziemlich wehtun wird, das hat mich aber nur ein bisschen abgeschreckt. Zu diesem Zweck hab ich dann meine grauen Gammelhosen und meinen leuchtend grünen Pulli mitgenommen. Zu Hause hab ich gar nicht darüber nachgedacht, dass diese Verkleidung vermutlich zu mehr Treffern führen würde, als meine einfache braune Shorts und ein schwarzes T-Shirt…never mind!...
Also..los ging es dann für mich nachdem alle schon die erste Runde gespielt hatten. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie bin ich nicht in die Gänge gekommen. Vielleicht wollte mein Unterbewusstsein mir auch was sagen…ich habs aber einfach ignoriert. Beim Paintball wird man in zwei Teams eingeteilt. In unserem Fall rot und blau. Alle haben ein entsprechendes Bands bekommen, das man irgendwo gut sichtbar festmachen musste. Dann wurden die beiden Teams auf jeweils eine Seite des Spielfeldes aufgeteilt, von welcher aus man dann operieren musste. Ziel des Ganzen war es die Fahne des jeweils anderen Teams zu finden und zu seinem eigenen Fahnenmast zu bringen. Das Spielfeld war wie ein großer Garten. Ein Teil war viel Wiese mit einigen großen Plasikbehältern drauf, so damit man sich dahinter verstecken konnte, dann gabs einen Sumpf, einen kleinen Hügel, mit Loch in der Mitte, wo eine Brücke drüber führt…alles sehr abwechslungsreich. So also nach dem sie uns dann aufgeteilt haben gabs dann das Kommando: Alle Masken auf und Schutz von der Waffe(da war wie so ein kleiner Eierbecher drüber, damit man nicht irgendwem in den Fuß schießt, weil man die Waffe nach unten gehalten hat oder sowas), dann kam ein Signal, das alle fertig sind und dann kam das Startsignal… Ich hatte in den ersten beiden Runden so ein Schiss, dass ich einfach in irgendeinem Busch gesessen hab und mich nicht fortbewegt hab. Irgendwann wurde mir das dann aber doch zu langweilig, weil mich keiner abgeschossen hat und ich auch noch auf niemanden schießen konnte. Sinn des Ganzen also so ziemlich verfehlt. So während des dritten Spiels hab ich dann mal das Gebiet erkundet und bin natürlich gleich abgeschossen worden, von irgendwem, den ich nicht gesehen hab und auch keine Ahnung hatte, woher die verdammten Kugeln kamen. Ach so Kugeln.. natürlich…also das sind kleine Plastikkugeln, die mit irgendeiner komischen klebrigen orangen Farbe gefüllt waren… wenn man getroffen wird tuts schon etwas weh, es hält sich aber in Grenzen. Tja also da hat man mich dann noch abgeschossen…während weiteren 2 Runden bin ich dann auch mutiger geworden und konnte den ein oder anderen auch abschießen. Paul hat das alles allerdings besser hinbekommen. Er hat wohl pro Spiel 4-5 Leute abgeschossen. Naja…dafür war ich in meinem Busch ziemlich glücklich ;o).
Am Ende des großen Spiels, konnten wir noch ein bisschen länger bleibe, weil wir einen dabei hatten, der da früher mal gearbeitet hat. Wir haben dann noch gut eine halbe Stunde in einem kleinen Teil des Geländes gespielt, was „The Village“ heißt. Da stehen 2 Häuser, eine kleine Hütte, ein Auto, und und und… Also eine ganze Menge Zeug zum verstecken. Weil wir nur zu siebt waren, haben wir dann Mädels gegen Jungs gespeilt und einer hat den Schiedsrichter gemacht. Ich hab festgestellt, so auf kurze Distanz und mit Leuten, die man kennt ist das alles noch lustiger. Irgendwann hab ich hinter dem Auto gehockt und gesehen, dass Paul in meine Richtung rannte, musste mich dann aber wider ducken, weil mich irgendwer beballert hat. Als ich dann wieder um die Ecke geschaut habe, saß Paul keine 3 Meter von mir weg. Vor lauter Schreck hab ich ihm dann in den Hintern geschossen. Eigentlich hatten wir vorher ausgemacht, dass in solchen Fällen der mercy shot ins Spiel kommt, man also nicht mehr drauf ballert, sondern dem anderen die Chance gibt so auszusteigen, ohne eine Kugel aus nächster Entfernung abzubekommen. Hab ich leider nicht dran gedacht. Tat mir auch leid. Im nächsten Spiel hat er sich aber schon rächen können, da hat er mir nämlich direkt auf den Kopf geschossen. Das war echt fies, weil das die einzige Stelle war, die man nicht schützen konnte. Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Paul hat dann irgendwann noch die S.W.A.T.-Rolle ausgepackt, weil seine Kugeln alle waren und er unbedingt die Fahne wollte. Leider hab ich ihn nicht im fliegen erwischt, sondern erst, nachdem er dann vor der Fahne saß und gerade wieder abhauen wollte. Da hab ich dann aber an den mercy shot gedacht.
Am Ende des Tages waren dann alle vollgeschwitzt, weil erstens das Wetter mal wieder der absolute Hammer war und zweitens diese Rumrennerei ganz schön anstrengend ist. Wir haben uns eigentlich vorgenommen das nochmal zu machen, weil es einfach soviel Spaß gemacht hat, ich fürchte aber, dass unsere Transportschwierigkeiten uns da einen Strich durch die Rechnung machen werden.
Abends unter der Dusche hab ich dann erst mal gemerkt, dass die mich doch ganz schön oft getroffen hatten. So beim Einschäumen kam ich dann immer wieder über irgendwelche stellen an Armen und Beinen, wo ich in den Tagen danach dann auch einige blaue Flecke haben sollte. Witziger weise waren doch tatsächlich alle gleich groß und alle gleich blau. Aber sie haben sich definitiv gelohnt. Ich würde es sofort wieder machen!!!
Fotos machen war leider unmöglich, weil ich nicht riskieren wollte, erst mal abgeschossen zu werden und dann auch noch Farbe auf der Kamera zu haben. Deshalb gibt’s nur 2-3 von hinterher, auf denen alle ziemlich beknackt drauf aussehen. Ich weiß noch nicht, ob die so öffentlichkeitstauglich sind ;o)
Das war der 2. Nachtrag. Es folgen weitere!!!
Mittwoch, 16. September 2009
Nachtrag I - Toronto Trip
So ihr Lieben
Nachdem ich den letzten Blogeintrag ja relativ kurz gehalten hab, gibt es jetzt einen kleinen Nachtrag zum Thema: TORONTO.
Paul und ich haben uns morgens früh auf den Weg gemacht. Der Tag sollte sich ja lohnen, deswegen sind wir ganz brav um 9 Uhr zum Bus gegangen, oder sogar früher, weil wir noch in die Stadt zum großen BusTerminal mussten. Am Terminal mussten wir dann Tickets für den großen Coach Canada Bus kaufen. Damit ging es dann innerhalb von 1,5 Std. mitten in die Innenstadt von Toronto. Ausgestiegen sind wir an der Union Station und haben dann erst mal überlegt, in welcher Reihenfolge wir was anschauen wollen, um Zeit zu sparen. Der Plan war dann, zuerst den CN Tower zu besteigen, dann zur Hockey Hall of Fame, danach in eine alte Destillerie und in eine bekannte Markthalle, danach zur Uni, zu einem alten Schloss und noch durch ein Multi-Kulti Stadtviertel, um dann am Ende auf eine der vorgelagerten Inseln zu fahren und den Sonnenuntergang anzuschauen. So vom Groben her schien uns das alles sehr plausibel und wir waren uns eigentlich ziemlich sicher, dass wir das auch alles schaffen. Haben wir natürlich nicht.
Wie gesagt gings zuerst auf den Tower. Von da oben konnte man wirklich fast alles sehen, nur die versprochene Gischt der Niagara Fälle war nicht zu sehen. Unter uns befand sich das irrsinnig große Rogers Center. Sportarena im großen Stil. Genutzt von Baseball und Football Mannschaft Torontos. Auch der Blick auf die kleinen Inseln direkt vor der Stadt war schön. Einen besonderen Kick gab es auf dem Glasboden. Wenn man einmal drauf steht geht es dann, man muss sich nur erst mal zwingen sich überhaupt darüber zu bewegen. Also ich zumindest. Auch wenn man weiß, dass da täglich hunderttausende Leute drüber marschieren, mulmig war mir trotzdem. Wir haben bestimmt 2 Stunden auf dem Turm verbracht, was uns zeitlich schon um einiges zurückgeworfen hat. Im Endeffekt ärgert es mich auch ein bisschen, so lange da oben gewesen zu sein. Aber jetzt ist ja auch zu spät.
Als wir dann wieder unten waren, haben wir uns zu Fuß auf den Weg zur Hockey Hall of Fame gemacht. Natürlich geht’s dabei nur um Eis- und nicht um Feldhockey. Wäre zwar schön gewesen, aber war nicht. Die Wege in Toronto sind eigentlich fast alle ganz gut zu Fuß zu machen und zu Hall of Fame waren es dann auch nur gute 15 Minuten. Drinnen gab es dann viel zu sehen: nachgestellte Umkleidekabinen, viele Bilder von berühmten Spielern, Trainern und sogar Schiedsrichtern, sowie diverse Trikots. Der Höhepunkt ist allerdings die echte Ruhmeshalle, in der der Stanley Cup aufbewahrt wird. Ein wahres Pokalungetüm. Ich kann nicht sagen wie schwer, ich weiß nur scheißschwer. Der Stanley Cup ist das, was bei uns die Meisterschale im Fußball ist, hat hier nur einen größeren Stellenwert. Schön waren auch noch die interaktiven Spiele, an denen man teilnehmen konnte. Paul hat sich dann als Schütze versucht. Da hat man mit richtigen Pucks und Schlägern auf eine Videoleinwand geschossen und geschaut, was der Torhüter macht. Lustige Aktion, leider völlig überlaufen von einem ganzen Haufen von Drei-Käse-Hochs.
Nach der Hall of Fame sind wir weiter Richtung Osten gegangen, um uns die St. Lawrence Market Hall anzusehen. Ähnlich der Market Hall in Kitchener gibt’s auch hier alles zu kaufen, was der Mensch so braucht, Lebensmittelweise. Buntes Treiben, auch noch eine Stunde vor Schluss ließ erkennen, dass es zu den frühen Morgenstunden, wenn die Halle öffnet, wahnsinnig voll sein muss. Paul hat sich dann Fish and Chips genehmigt, da wir zu dem Zeitpunkt schon ewig unterwegs waren und Mittagessen bis dahin zu kurz gekommen war.
Fortgesetzt haben wir den Weg dann Richtung Destillerie. Da hat man einfach ein altes Industriegelände umfunktioniert und sehr schöne kleine Läden in die alten Gebäude eingefügt, genauso wie Restaurants, ein Theater und Galerien. An Sommerabenden kann man hier wahrscheinlich wunderbar zu Abend essen. Definitiv ein Besuch wert. Besonders schön waren diverse Hochzeitsgesellschaften. Alle in Anzügen und schönen Kleidern und die Bräute rannten zwischen drin herum, um Fotos zu machen. Und eine Braut zu sehen bringt doch Glück oder?
Nachdem wir dann also unseren kleinen Spaziergang durch die alten Fassaden beendet hatten, mussten wir den ganzen Weg zu Hall of Fame (HoF)zurücklaufen. Normalerweise ja nicht schlimm, meine Füße sind nur extrem pingelich mit Schuhen, und obwohl ich schon meine Trekking/Wanderschuhe angezogen hatte, gabs eine Druckstelle, die mich dann für den Rest des Tages nicht mehr in Ruhe gelassen hat. Wieder an der HoF ging es dann Richtung Norden, über die einzige Straße der Welt, die man zu Gunsten der Fußgänger schmaler gemacht hat, also um mehr Bürgersteig zu bauen, Yonge Street. Zuerst ging es durch einige Hochhäuser, später an vielen kleinen Musik- und Krimskramsläden vorbei. Je weiter wir hoch liefen, desto bunter wurde es und auch die Menschen auf der Straße wurden immer verschiedener. Gefühlte 45 Minuten später kamen wir dann an der Uni an, unser Langzeitziel. Toronto hat eine der größten oder sogar die größte Uni in Kanada, 70 000 Studenten laufen hier rum. Wir haben leider nur einen sehr kleinen Teil gesehen, weil uns ganz schnell klar wurde, dass die Sonne schon langsam unterging und wir uns das ja eigentlich auf dem Wasser bzw. von den Inseln aus anschauen wollen. Deswegen sind wir dann nur sehr kurz durch einen kleinen, aber ich denke repräsentativen Innenhof gelaufen. Viel Efeu und scheinbar alte Gebäude, gemixt mit Footballspielenden Studenten. Einmalig dieses Bild.
Von der Uni haben wir dann eine u-Bahn genommen, um an die Union Station zurückzukehren. Zum Glück haben wir da jemanden gefragt, wo denn das Bus Terminal ist und es stellte sich heraus, dass sich dieses nochmal eine halbe Stunde nördlich der Union Station befand, also praktisch da, wo wir eben erst her gekommen sind. Wunderbar, einfach wunderbar. Zum ärgern und aufregen blieb aber keine Zeit, weil die Schiffe ja noch erreicht werden mussten, und wir auch noch was von der Stadt bei Tageslicht sehen wollten. Zumindest das haben wir geschafft. Von den Booten hat man eine fantastische Sicht auf die komplette Skyline und von den Inseln aus hat man das Ganze noch besser im Blick. Diese kleinen vorgelagerten Inseln sind nicht sehr groß, doch trotzdem das Naherholungsgebiet schlechthin. Angelegt, wie ein riesig großer Park, gibt es überall Sitzmöglichkeiten, Unterstände und Grillplätze, sowie einen kleinen Freizeitpark, ähnlich des Movie Parks bei uns, nur ohne große Achterbahnen. Leider haben wir alles nur im Dunkeln gesehen. Ein Besuch bei Tag lohnt sich aber definitiv!!
Leider fuhren die Fähren nicht zu unseren Ungunsten, so dass wir den letzten Bus um 23:15 nehmen mussten. Todmüde sind wir dann im Bus auch eingeschlafen, was aber nicht sehr erholsam war, weil der Bus extrem ungemütlich war. Vom Terminal mussten wir dann noch 15 Minuten laufen, um ein Taxi zu bekommen, was uns dann endlich nach Hause gefahren hat….mein Gott war ich geschafft.
So das war doch verhältnismäßig kurz.
Geht bald weiter…lieben Gruß
franzi
Nachdem ich den letzten Blogeintrag ja relativ kurz gehalten hab, gibt es jetzt einen kleinen Nachtrag zum Thema: TORONTO.
Paul und ich haben uns morgens früh auf den Weg gemacht. Der Tag sollte sich ja lohnen, deswegen sind wir ganz brav um 9 Uhr zum Bus gegangen, oder sogar früher, weil wir noch in die Stadt zum großen BusTerminal mussten. Am Terminal mussten wir dann Tickets für den großen Coach Canada Bus kaufen. Damit ging es dann innerhalb von 1,5 Std. mitten in die Innenstadt von Toronto. Ausgestiegen sind wir an der Union Station und haben dann erst mal überlegt, in welcher Reihenfolge wir was anschauen wollen, um Zeit zu sparen. Der Plan war dann, zuerst den CN Tower zu besteigen, dann zur Hockey Hall of Fame, danach in eine alte Destillerie und in eine bekannte Markthalle, danach zur Uni, zu einem alten Schloss und noch durch ein Multi-Kulti Stadtviertel, um dann am Ende auf eine der vorgelagerten Inseln zu fahren und den Sonnenuntergang anzuschauen. So vom Groben her schien uns das alles sehr plausibel und wir waren uns eigentlich ziemlich sicher, dass wir das auch alles schaffen. Haben wir natürlich nicht.
Wie gesagt gings zuerst auf den Tower. Von da oben konnte man wirklich fast alles sehen, nur die versprochene Gischt der Niagara Fälle war nicht zu sehen. Unter uns befand sich das irrsinnig große Rogers Center. Sportarena im großen Stil. Genutzt von Baseball und Football Mannschaft Torontos. Auch der Blick auf die kleinen Inseln direkt vor der Stadt war schön. Einen besonderen Kick gab es auf dem Glasboden. Wenn man einmal drauf steht geht es dann, man muss sich nur erst mal zwingen sich überhaupt darüber zu bewegen. Also ich zumindest. Auch wenn man weiß, dass da täglich hunderttausende Leute drüber marschieren, mulmig war mir trotzdem. Wir haben bestimmt 2 Stunden auf dem Turm verbracht, was uns zeitlich schon um einiges zurückgeworfen hat. Im Endeffekt ärgert es mich auch ein bisschen, so lange da oben gewesen zu sein. Aber jetzt ist ja auch zu spät.
Als wir dann wieder unten waren, haben wir uns zu Fuß auf den Weg zur Hockey Hall of Fame gemacht. Natürlich geht’s dabei nur um Eis- und nicht um Feldhockey. Wäre zwar schön gewesen, aber war nicht. Die Wege in Toronto sind eigentlich fast alle ganz gut zu Fuß zu machen und zu Hall of Fame waren es dann auch nur gute 15 Minuten. Drinnen gab es dann viel zu sehen: nachgestellte Umkleidekabinen, viele Bilder von berühmten Spielern, Trainern und sogar Schiedsrichtern, sowie diverse Trikots. Der Höhepunkt ist allerdings die echte Ruhmeshalle, in der der Stanley Cup aufbewahrt wird. Ein wahres Pokalungetüm. Ich kann nicht sagen wie schwer, ich weiß nur scheißschwer. Der Stanley Cup ist das, was bei uns die Meisterschale im Fußball ist, hat hier nur einen größeren Stellenwert. Schön waren auch noch die interaktiven Spiele, an denen man teilnehmen konnte. Paul hat sich dann als Schütze versucht. Da hat man mit richtigen Pucks und Schlägern auf eine Videoleinwand geschossen und geschaut, was der Torhüter macht. Lustige Aktion, leider völlig überlaufen von einem ganzen Haufen von Drei-Käse-Hochs.
Nach der Hall of Fame sind wir weiter Richtung Osten gegangen, um uns die St. Lawrence Market Hall anzusehen. Ähnlich der Market Hall in Kitchener gibt’s auch hier alles zu kaufen, was der Mensch so braucht, Lebensmittelweise. Buntes Treiben, auch noch eine Stunde vor Schluss ließ erkennen, dass es zu den frühen Morgenstunden, wenn die Halle öffnet, wahnsinnig voll sein muss. Paul hat sich dann Fish and Chips genehmigt, da wir zu dem Zeitpunkt schon ewig unterwegs waren und Mittagessen bis dahin zu kurz gekommen war.
Fortgesetzt haben wir den Weg dann Richtung Destillerie. Da hat man einfach ein altes Industriegelände umfunktioniert und sehr schöne kleine Läden in die alten Gebäude eingefügt, genauso wie Restaurants, ein Theater und Galerien. An Sommerabenden kann man hier wahrscheinlich wunderbar zu Abend essen. Definitiv ein Besuch wert. Besonders schön waren diverse Hochzeitsgesellschaften. Alle in Anzügen und schönen Kleidern und die Bräute rannten zwischen drin herum, um Fotos zu machen. Und eine Braut zu sehen bringt doch Glück oder?
Nachdem wir dann also unseren kleinen Spaziergang durch die alten Fassaden beendet hatten, mussten wir den ganzen Weg zu Hall of Fame (HoF)zurücklaufen. Normalerweise ja nicht schlimm, meine Füße sind nur extrem pingelich mit Schuhen, und obwohl ich schon meine Trekking/Wanderschuhe angezogen hatte, gabs eine Druckstelle, die mich dann für den Rest des Tages nicht mehr in Ruhe gelassen hat. Wieder an der HoF ging es dann Richtung Norden, über die einzige Straße der Welt, die man zu Gunsten der Fußgänger schmaler gemacht hat, also um mehr Bürgersteig zu bauen, Yonge Street. Zuerst ging es durch einige Hochhäuser, später an vielen kleinen Musik- und Krimskramsläden vorbei. Je weiter wir hoch liefen, desto bunter wurde es und auch die Menschen auf der Straße wurden immer verschiedener. Gefühlte 45 Minuten später kamen wir dann an der Uni an, unser Langzeitziel. Toronto hat eine der größten oder sogar die größte Uni in Kanada, 70 000 Studenten laufen hier rum. Wir haben leider nur einen sehr kleinen Teil gesehen, weil uns ganz schnell klar wurde, dass die Sonne schon langsam unterging und wir uns das ja eigentlich auf dem Wasser bzw. von den Inseln aus anschauen wollen. Deswegen sind wir dann nur sehr kurz durch einen kleinen, aber ich denke repräsentativen Innenhof gelaufen. Viel Efeu und scheinbar alte Gebäude, gemixt mit Footballspielenden Studenten. Einmalig dieses Bild.
Von der Uni haben wir dann eine u-Bahn genommen, um an die Union Station zurückzukehren. Zum Glück haben wir da jemanden gefragt, wo denn das Bus Terminal ist und es stellte sich heraus, dass sich dieses nochmal eine halbe Stunde nördlich der Union Station befand, also praktisch da, wo wir eben erst her gekommen sind. Wunderbar, einfach wunderbar. Zum ärgern und aufregen blieb aber keine Zeit, weil die Schiffe ja noch erreicht werden mussten, und wir auch noch was von der Stadt bei Tageslicht sehen wollten. Zumindest das haben wir geschafft. Von den Booten hat man eine fantastische Sicht auf die komplette Skyline und von den Inseln aus hat man das Ganze noch besser im Blick. Diese kleinen vorgelagerten Inseln sind nicht sehr groß, doch trotzdem das Naherholungsgebiet schlechthin. Angelegt, wie ein riesig großer Park, gibt es überall Sitzmöglichkeiten, Unterstände und Grillplätze, sowie einen kleinen Freizeitpark, ähnlich des Movie Parks bei uns, nur ohne große Achterbahnen. Leider haben wir alles nur im Dunkeln gesehen. Ein Besuch bei Tag lohnt sich aber definitiv!!
Leider fuhren die Fähren nicht zu unseren Ungunsten, so dass wir den letzten Bus um 23:15 nehmen mussten. Todmüde sind wir dann im Bus auch eingeschlafen, was aber nicht sehr erholsam war, weil der Bus extrem ungemütlich war. Vom Terminal mussten wir dann noch 15 Minuten laufen, um ein Taxi zu bekommen, was uns dann endlich nach Hause gefahren hat….mein Gott war ich geschafft.
So das war doch verhältnismäßig kurz.
Geht bald weiter…lieben Gruß
franzi
Dienstag, 15. September 2009
Nach sooo viel Abenteuer...gehts gleich weiter
Hallo ihr Lieben.
Jetzt bin ich doch tatsaechlich schon mehr als eine Woche im Rueckstand mit meinem Blog....sowas sowas. Obwohl ja jetzt erst die richtig interessanten Sachen anstehen.
Hier mal das erlebte schnell in Stichpunktform:
Montag: Einzug in 18 Capri Street, Thorold (Meine Adresse, leider weiss ich die bloede Postleitzahl oder Postal Code nicht. irgendwas mit Q6...)
Dienstag: Ausflug Niagara Faelle mit Bootfahrt, spaeter einkaufen, um mein Zimmer schoener zu machen.
Mittwoch: erster Uni-Tag. Naja also fast. Treffen der Auslandsstudenten trifft es besser, Abends Dinner mit Paps und Paul
Donnerstag: Abfahrt Paps, richtiger erster Uni Tag. Erste Vorlesung war schon richtig toll, Abends Party mit den MitbewohnerMaedels
Freitag: Vorlesung morgends frueh um 8:00 Uhr. Waere ja kein problem, wenn man nicht erst um 2:00Uhr im Bett gewesen waere, ein Schlaefchen gemacht, mit paul Baseball gespielt, zum Picknick der International Students nach port Dalhousie (sprich: Dalusie)
Samstag: Trip nach Torornto. ich bin jetzt garantiert 3 cm kleiner, von der ganzen Latscherei.
Sonntag: Paintball mit dem Brock Outdoorclub, ja ich hab blaue flecke von den scheiss Kugeln. Aber war mega witzig, alle die die Chance dazu haben: ERGREIFEN!!!!
Montag: AUSSCHLAFEN, weil mein freier Tag, hihi. Um 14:00 Uhr gefruehstueckt, und den ganzen Tag faul gewesen...
So und heute ist schon dienstag und ich sitz in der Uni...deswegen auch ae und ue statt der normalen Buchstaben.
Ich werd das ganze nochmal ein bisschen ausformulieren, damit ihr wisst, was wir in Toronto so alles angestellt haben und wie das Paintball spielen so war, aber jetzt muss ich leider in die Vorlesung, bzw. vorher noch nen Kaffee holen ;o)
ich drueck euch, liebe Gruesse
Franzi
Jetzt bin ich doch tatsaechlich schon mehr als eine Woche im Rueckstand mit meinem Blog....sowas sowas. Obwohl ja jetzt erst die richtig interessanten Sachen anstehen.
Hier mal das erlebte schnell in Stichpunktform:
Montag: Einzug in 18 Capri Street, Thorold (Meine Adresse, leider weiss ich die bloede Postleitzahl oder Postal Code nicht. irgendwas mit Q6...)
Dienstag: Ausflug Niagara Faelle mit Bootfahrt, spaeter einkaufen, um mein Zimmer schoener zu machen.
Mittwoch: erster Uni-Tag. Naja also fast. Treffen der Auslandsstudenten trifft es besser, Abends Dinner mit Paps und Paul
Donnerstag: Abfahrt Paps, richtiger erster Uni Tag. Erste Vorlesung war schon richtig toll, Abends Party mit den MitbewohnerMaedels
Freitag: Vorlesung morgends frueh um 8:00 Uhr. Waere ja kein problem, wenn man nicht erst um 2:00Uhr im Bett gewesen waere, ein Schlaefchen gemacht, mit paul Baseball gespielt, zum Picknick der International Students nach port Dalhousie (sprich: Dalusie)
Samstag: Trip nach Torornto. ich bin jetzt garantiert 3 cm kleiner, von der ganzen Latscherei.
Sonntag: Paintball mit dem Brock Outdoorclub, ja ich hab blaue flecke von den scheiss Kugeln. Aber war mega witzig, alle die die Chance dazu haben: ERGREIFEN!!!!
Montag: AUSSCHLAFEN, weil mein freier Tag, hihi. Um 14:00 Uhr gefruehstueckt, und den ganzen Tag faul gewesen...
So und heute ist schon dienstag und ich sitz in der Uni...deswegen auch ae und ue statt der normalen Buchstaben.
Ich werd das ganze nochmal ein bisschen ausformulieren, damit ihr wisst, was wir in Toronto so alles angestellt haben und wie das Paintball spielen so war, aber jetzt muss ich leider in die Vorlesung, bzw. vorher noch nen Kaffee holen ;o)
ich drueck euch, liebe Gruesse
Franzi
Montag, 7. September 2009
Mehr Abenteuer braucht der Mensch
Hallo!!!!
Es wird wieder Zeit für den nächsten Eintrag. Obwohl der letzte gar nicht so lange her ist, wird euch trotzdem aufgefallen sein, dass ich ihn am Freitag gepostet habe, jedoch nur über die Zeit bis Donnerstag berichtete. Tja Grund wäre der, dass ich von Freitag bis Sonntagvormittag gar nicht in St. Catharines war. Da Paps und ich für Freitag und die folgenden Tage noch nichts Konkretes geplant hatten, habe ich überlegt, beim Reiseführer wälzen, dass ein Trip in den Algonquin Park im Norden von Ontario keine allzu schlechte Idee wäre. Ein kleines süßes Hotel war schnell ausfindig gemacht und auch gebucht. Schon am Telefon stellte sich heraus, dass die Besitzerin ebenfalls Deutsche ist. Nun ja. Formalitäten, wie Koffer packen und Hotel auschecken wurden schnell erledigt. Vor lauter Vorfreude und Aufregung hab ich sogar angefangen zu schwitzen und Paps fürchterlich zu husten. Eine halbe Stunde, nachdem wir die Unterkunft in Whitney (Dorf nahe des Parks) bestätigt hatten, saßen wir auch schon im Auto und sind Richtung Toronto und Norden aufgebrochen. Die Straßen waren wie gewohnt ziemlich voll und wir haben bestimmt mehr als eine Stunde mit Stau zugebracht. Das Navi hat uns eine Route gegeben, nachfolge wessen wir um die 4:30 Stunden brauchen sollten. Für ein ganzes Wochenende lohnt sich so eine lange Fahrt schon, oder nicht? Tja aus den 4:30 Stunden sind dann gut 5:30 oder sogar 6 geworden, ich hab irgendwann aufgehört auf die Uhr zu schauen!! Unser Problem war, dass das Navi die ganze Zeit wo anders her fahren wollte, als wir und uns dann über Stock und Stein geschickt hat und wir irgendwelche Schotterstraßen fahren mussten. Der größte Clou war aber, dass das Navi so gut wie keinen Akku mehr hatte. Wäre das blöde Ding ausgegangen, und wir hätten mitten in der Pamp gestanden…ich glaub ich hätte echt die Nerven verloren. Auf jeden Fall ging die Fahrt irgendwann wieder über die von uns gewünschte Route, die sich im Endeffekt als viiiiiieeeeel länger rausstellte, als gedacht. Die Fahrt war trotz alledem recht angenehm. Es ging durch viel Natur und noch mehr Natur. Links und rechts gab es kaum irgendwelche Dörfer, geschweige denn Städtchen. Durch die Einsamkeit fuhren wir dahin…und fuhren…und fuhren….und fuhren. So gegen 6 sind wir dann endlich angekommen…total entnervt von der dämlichen Autofahrt. Die Unterkunft hat sich dafür aber gelohnt. Schöne kleine Häuschen, direkt am See, komplett eingerichtet. Selbstversorgung war also angesagt. Einem schönen Camping Wochenende stand also nichts im Wege. An dem Abend haben wir dann nur noch die Füße hochgelegt und den See genossen. Abends wurde es dann doch relativ schnell ziemlich kalt. Ich hab in Trainingshosen und dickem Pulli da gesessen und gelesen und bin dann auch in voller Montur schlafen gegangen, weil ich nichts mehr hasse, als dass es mir nachts zu kalt ist. Aber leider war es doch ziemlich kalt und die Decke war auch extrem dünn. Aber man will ja nicht meckern…
Am nächsten Morgen gings dann nach ausgiebigem Frühstück los in die Wildness. Naja, also Wildness ist relativ. Der ganze Park ist extrem gut beschildert und irgendwas nicht zu finden ist so ziemlich unmöglich, weil man mit Karten und Informationen reichlichst versorgt wird. Wir haben uns dann für den Beaver Pond Trail entschieden. Ein Weg durch den Wald, der zu mehreren Seen und einigen Bieber Burgen führte. Leider ist mein Fotoapparat schon nach den ersten 20 Minuten gestorben (keine Batterien mehr!!) und alle Bilder sind beim Paps auf der Kamera, also wird’s hier leider erst mal keine Bilder davon geben. Auf jeden Fall sind wir eine gute Stunde durch den Wald gestiefelt. Haben den Streifenhörnchen und Insekten zu gesehen und die schöne Landschaft um die verschiedenen Seen herum bewundert. Trotz der gut ausgeschriebenen Wege und der Menge an Besuchern im Park, hatten wir doch unsere Ruhe und nur ab und zu haben uns Leute auf dem Weg überholt. Die Gegend da ist tatsächlich, wie man sich Kanada vorstellt…einsam…sehr grün bzw. langsam etwas rot und gelb und einfach nur ewig weit. Die Seen lagen alle samt ruhig da. Nach den Bieber Burgen sind wir dann noch weiter durch den Park gefahren, haben hier und da mal angehalten und geschaut, immer in der Hofffnung, ein Elch möge einfach aus dem nächsten Busch steigen. Hat er aber nicht. Derwegen haben wir uns überlegt, den Vormittag und frühen Nachmittag im Park zu verbringen, dann richtung zu Hause zu fahren, was zu essen und dann noch ein bisschen uaf unserem hauseigenen See herum zu paddeln. Ich persönlich bin nämlich noch nie Kanu gefahren. Und für mich Greenhorn hat sich das also angeboten. Paps musste natürlich mit, weil alleine so ein Ding fahren geht nicht. Wir haben uns also todesmutig auf den See begeben, um nach 10 Minuten festzustellen, dass unsere Muskelkraft um einiges schwächer ist, als gedacht und dass unser Boot ein Loch hat und Papa hinten schon nasse Füße bekommt. Da sind wir dann genz schnell wieder nach Hause gepaddelt und haben den Rest der Vormittags die Füße noch ein bisschen hochgelegt. So gegen 6 sind wir dann nochmal losgefahren, um eventuell nochmal den ein oder anderen Waldbewohner zu beobachten. Erfahrene Afrikareisende wissen, dass die meisten Tiere morgens und dann wieder abends aktiv sind. Der Unterschied zu uns war nur, dass wir mit gut 80 Sachen über die Hauptstraße gefahren sind und versucht haben zu finden. Unmögliche Angelegenheit werden jetzt alle sagen. Antwort: ganz recht! Wir haben absolut nichts gesehen und es ist auch nichts aus dem Busch gehüpft. Schade, aber kann man nichts machen. Nach dem Ausflug sind wir dann abends schön in unsere Betten gefallen.
Sonntagmorgen mussten wir dann schon wieder aufbrechen. Paul war für 17:30 Uhr angemeldet und wir wussten nicht, wo uns das Navi diesmal langführt und wie viel Verkehr um Toronto sein würde. Dank dem Navi hätten wir noch gut 2 bis 3 Stunden im Park was machen können. Papa wollte aber schon fahren. Und wo anders anhalten war irgendwie auch nicht mehr drin. Ich hatte dann den Vorschlag gemacht, sich noch ein bisschen Toronto Stadt anzuschauen. Tja aber dafür war wohl nicht genug Zeit…aber das wird ich nachholen. Auf jeden Fall. Naja…auf jeden Fall war Sonntag dann nicht ganz so viel Verkehr und die Strecke nach Hause bzw. Zum Flughafen haben wir schnell hinter uns gebracht. Angekommen am Flughafen sind wir dann um 14:13 (Zeit, zu der wir ins Parkhaus gefahren sind!!!) und ja ich weiß wir hatten noch ewig viel Zeit. Da Paul am Terminal 3 ankommen sollte, haben wir uns in die Bahn gesetzt (Verbindung zwischen den Terminals) und sind zum Terminal 1 gefahren. T 2 gab es überhaupt nicht…frag mich nicht warum. Drüben haben wir uns dann umgeschaut, wo Papa einchecken muss. Aber das war auch irgendwie zu einfach, um Zeit zu brauchen. Wir sind nämlich nur eine Rolltreppe hochgefahren und schwupp schon standen da diverse Lufthansaeincheckschalter. Tja wir sind dann einfach noch ein bisschen rumgelaufen und haben nach deutschen Zeitungen gesucht, haben aber leider keine gefunden. Paul ist zum Glück schon eine halbe Stunde früher gelandet, so dass die Warterei dann bald vorbei war und wir endlich wieder am Auto standen und alles eingeräumt haben und losfahren konnten.
Gegen 6/ halb 7 haben wir dann wieder unsere Zimmer in unserem extrem schönen Motel bezogen. Aber war ja nicht mehr lang.
So das wars erst mal...am nächsten Eintrag wir gebastelt, ich will nur versuchen die Dinger ein bisschen kürzer zu halten, damit ihr nicht so erschalgen werdet.
Liebe Grüße!!!
franzi
Es wird wieder Zeit für den nächsten Eintrag. Obwohl der letzte gar nicht so lange her ist, wird euch trotzdem aufgefallen sein, dass ich ihn am Freitag gepostet habe, jedoch nur über die Zeit bis Donnerstag berichtete. Tja Grund wäre der, dass ich von Freitag bis Sonntagvormittag gar nicht in St. Catharines war. Da Paps und ich für Freitag und die folgenden Tage noch nichts Konkretes geplant hatten, habe ich überlegt, beim Reiseführer wälzen, dass ein Trip in den Algonquin Park im Norden von Ontario keine allzu schlechte Idee wäre. Ein kleines süßes Hotel war schnell ausfindig gemacht und auch gebucht. Schon am Telefon stellte sich heraus, dass die Besitzerin ebenfalls Deutsche ist. Nun ja. Formalitäten, wie Koffer packen und Hotel auschecken wurden schnell erledigt. Vor lauter Vorfreude und Aufregung hab ich sogar angefangen zu schwitzen und Paps fürchterlich zu husten. Eine halbe Stunde, nachdem wir die Unterkunft in Whitney (Dorf nahe des Parks) bestätigt hatten, saßen wir auch schon im Auto und sind Richtung Toronto und Norden aufgebrochen. Die Straßen waren wie gewohnt ziemlich voll und wir haben bestimmt mehr als eine Stunde mit Stau zugebracht. Das Navi hat uns eine Route gegeben, nachfolge wessen wir um die 4:30 Stunden brauchen sollten. Für ein ganzes Wochenende lohnt sich so eine lange Fahrt schon, oder nicht? Tja aus den 4:30 Stunden sind dann gut 5:30 oder sogar 6 geworden, ich hab irgendwann aufgehört auf die Uhr zu schauen!! Unser Problem war, dass das Navi die ganze Zeit wo anders her fahren wollte, als wir und uns dann über Stock und Stein geschickt hat und wir irgendwelche Schotterstraßen fahren mussten. Der größte Clou war aber, dass das Navi so gut wie keinen Akku mehr hatte. Wäre das blöde Ding ausgegangen, und wir hätten mitten in der Pamp gestanden…ich glaub ich hätte echt die Nerven verloren. Auf jeden Fall ging die Fahrt irgendwann wieder über die von uns gewünschte Route, die sich im Endeffekt als viiiiiieeeeel länger rausstellte, als gedacht. Die Fahrt war trotz alledem recht angenehm. Es ging durch viel Natur und noch mehr Natur. Links und rechts gab es kaum irgendwelche Dörfer, geschweige denn Städtchen. Durch die Einsamkeit fuhren wir dahin…und fuhren…und fuhren….und fuhren. So gegen 6 sind wir dann endlich angekommen…total entnervt von der dämlichen Autofahrt. Die Unterkunft hat sich dafür aber gelohnt. Schöne kleine Häuschen, direkt am See, komplett eingerichtet. Selbstversorgung war also angesagt. Einem schönen Camping Wochenende stand also nichts im Wege. An dem Abend haben wir dann nur noch die Füße hochgelegt und den See genossen. Abends wurde es dann doch relativ schnell ziemlich kalt. Ich hab in Trainingshosen und dickem Pulli da gesessen und gelesen und bin dann auch in voller Montur schlafen gegangen, weil ich nichts mehr hasse, als dass es mir nachts zu kalt ist. Aber leider war es doch ziemlich kalt und die Decke war auch extrem dünn. Aber man will ja nicht meckern…
Am nächsten Morgen gings dann nach ausgiebigem Frühstück los in die Wildness. Naja, also Wildness ist relativ. Der ganze Park ist extrem gut beschildert und irgendwas nicht zu finden ist so ziemlich unmöglich, weil man mit Karten und Informationen reichlichst versorgt wird. Wir haben uns dann für den Beaver Pond Trail entschieden. Ein Weg durch den Wald, der zu mehreren Seen und einigen Bieber Burgen führte. Leider ist mein Fotoapparat schon nach den ersten 20 Minuten gestorben (keine Batterien mehr!!) und alle Bilder sind beim Paps auf der Kamera, also wird’s hier leider erst mal keine Bilder davon geben. Auf jeden Fall sind wir eine gute Stunde durch den Wald gestiefelt. Haben den Streifenhörnchen und Insekten zu gesehen und die schöne Landschaft um die verschiedenen Seen herum bewundert. Trotz der gut ausgeschriebenen Wege und der Menge an Besuchern im Park, hatten wir doch unsere Ruhe und nur ab und zu haben uns Leute auf dem Weg überholt. Die Gegend da ist tatsächlich, wie man sich Kanada vorstellt…einsam…sehr grün bzw. langsam etwas rot und gelb und einfach nur ewig weit. Die Seen lagen alle samt ruhig da. Nach den Bieber Burgen sind wir dann noch weiter durch den Park gefahren, haben hier und da mal angehalten und geschaut, immer in der Hofffnung, ein Elch möge einfach aus dem nächsten Busch steigen. Hat er aber nicht. Derwegen haben wir uns überlegt, den Vormittag und frühen Nachmittag im Park zu verbringen, dann richtung zu Hause zu fahren, was zu essen und dann noch ein bisschen uaf unserem hauseigenen See herum zu paddeln. Ich persönlich bin nämlich noch nie Kanu gefahren. Und für mich Greenhorn hat sich das also angeboten. Paps musste natürlich mit, weil alleine so ein Ding fahren geht nicht. Wir haben uns also todesmutig auf den See begeben, um nach 10 Minuten festzustellen, dass unsere Muskelkraft um einiges schwächer ist, als gedacht und dass unser Boot ein Loch hat und Papa hinten schon nasse Füße bekommt. Da sind wir dann genz schnell wieder nach Hause gepaddelt und haben den Rest der Vormittags die Füße noch ein bisschen hochgelegt. So gegen 6 sind wir dann nochmal losgefahren, um eventuell nochmal den ein oder anderen Waldbewohner zu beobachten. Erfahrene Afrikareisende wissen, dass die meisten Tiere morgens und dann wieder abends aktiv sind. Der Unterschied zu uns war nur, dass wir mit gut 80 Sachen über die Hauptstraße gefahren sind und versucht haben zu finden. Unmögliche Angelegenheit werden jetzt alle sagen. Antwort: ganz recht! Wir haben absolut nichts gesehen und es ist auch nichts aus dem Busch gehüpft. Schade, aber kann man nichts machen. Nach dem Ausflug sind wir dann abends schön in unsere Betten gefallen.
Sonntagmorgen mussten wir dann schon wieder aufbrechen. Paul war für 17:30 Uhr angemeldet und wir wussten nicht, wo uns das Navi diesmal langführt und wie viel Verkehr um Toronto sein würde. Dank dem Navi hätten wir noch gut 2 bis 3 Stunden im Park was machen können. Papa wollte aber schon fahren. Und wo anders anhalten war irgendwie auch nicht mehr drin. Ich hatte dann den Vorschlag gemacht, sich noch ein bisschen Toronto Stadt anzuschauen. Tja aber dafür war wohl nicht genug Zeit…aber das wird ich nachholen. Auf jeden Fall. Naja…auf jeden Fall war Sonntag dann nicht ganz so viel Verkehr und die Strecke nach Hause bzw. Zum Flughafen haben wir schnell hinter uns gebracht. Angekommen am Flughafen sind wir dann um 14:13 (Zeit, zu der wir ins Parkhaus gefahren sind!!!) und ja ich weiß wir hatten noch ewig viel Zeit. Da Paul am Terminal 3 ankommen sollte, haben wir uns in die Bahn gesetzt (Verbindung zwischen den Terminals) und sind zum Terminal 1 gefahren. T 2 gab es überhaupt nicht…frag mich nicht warum. Drüben haben wir uns dann umgeschaut, wo Papa einchecken muss. Aber das war auch irgendwie zu einfach, um Zeit zu brauchen. Wir sind nämlich nur eine Rolltreppe hochgefahren und schwupp schon standen da diverse Lufthansaeincheckschalter. Tja wir sind dann einfach noch ein bisschen rumgelaufen und haben nach deutschen Zeitungen gesucht, haben aber leider keine gefunden. Paul ist zum Glück schon eine halbe Stunde früher gelandet, so dass die Warterei dann bald vorbei war und wir endlich wieder am Auto standen und alles eingeräumt haben und losfahren konnten.
Gegen 6/ halb 7 haben wir dann wieder unsere Zimmer in unserem extrem schönen Motel bezogen. Aber war ja nicht mehr lang.
So das wars erst mal...am nächsten Eintrag wir gebastelt, ich will nur versuchen die Dinger ein bisschen kürzer zu halten, damit ihr nicht so erschalgen werdet.
Liebe Grüße!!!
franzi
Sonntag, 6. September 2009
Viel passiert, viel passiert…
Hallo ihr Lieben zu Hause,
wie geht’s euch? Bei mir ist immer noch alles in bester Ordnung. Das Wetter ist immer noch der absolute Traum. Für die jenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: konstante 24 Grad und schönster Sonnenschein, den ganzen Tag über. Zwischendrin mit angenehmer Brise.
Tja die beste Nachricht zu erst: ich hab endlich eine Wohnung gefunden. Wobei endlich die falsche Formulierung ist. Die ersten beiden Wohnungen, die ich mir angeschaut habe waren beide ganz nett. Die eine mehr als die andere, aber das ist ja egal. Naja die nächsten Anschauungstermine konnte ich erst am Mittwochabend vereinbaren. Zum einen, weil die Vermieter erst aus Richtung Toronto anreisen mussten und zum anderen, weil die andere Vermieterin erst am Mittwochvormittag zurückgerufen hat, um einen Termin auszumachen.
Da wir also am Mittwoch nichts zu tun hatten, also was wichtig gewesen wäre, haben wir uns auf den Weg gemacht und haben die Umgebung um St. Catharines ein wenig angeschaut. Wir sind Richtung Osten gefahren und wollten uns denn Welland Canal angesehen. Hier passieren riesig große Frachtschiffe, um in den Atlantik zu kommen. Der Kanal wurde angelegt, um eine direkte Verbindung zwischen den großen Seen Nordamerikas und dem Atlantischen Ozean zu schaffen. Das Ganze wird auch St. Lorenz-Seeweg genannt. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist, dass die Schiffe einen Höhenunterschied von ungefähr 100m überwinden müssen.
So nun aber genug der Erzählstunde…Mensch. Ist ja schlimm. Also, nachdem wir dann einige Schleusen angeschaut haben und glücklicherweise ein Schiff bei der Ausfahrt aus einer Schleuse beobachten konnten, sind wir weiter gefahren und haben uns das schöne Städtchen Niagara-on-the-Lake angeguckt. Die Fahrt dahin hat schon gefühlte 2 Stunden gedauert, obwohl es nur ungefähr 30 km waren… die Aussicht war aber sehr nett. Links und rechts standen immer wieder die absoluten Traumhäuser (architektonisch gesehen). Das große Manko dieser Häuser ist nur, dass sie an einem unmöglichen Ort stehen. Direkt an einer sehr befahrenen Straße, ohne Sichtschutz, Zaun oder Ähnlichem. Ist eigentlich ziemlich schade um die schönen Häuser, aber es schein hier gar nicht so schlimm zu sein, da viele Häuser einfach direkt an die Hauptstraße gepflastert werden.
Ach und auf der Straße klebend hab ich dann auch mein erstes wildes Stinktier gesehen. Tot natürlich. Auf der Rückfahrt gabs dann den ersten Waschbären gleich dazu.
Niagara-on-the-Lake hat eine extrem niedliche und alte Innenstadt, welche mit viel Liebe zum Detail und noch mehr Blumen hergerichtet wurde.
Touristisch gesehen natürlich sehr interessant, dementsprechend aber auch sehr voll. Nachdem wir die Hauptstraße einmal rauf und wieder runter gelaufen sind und zwischendrin englische Scones und einen Hut für Papa gekauft haben, sowie dem Weihnachtsshopping verfallen sind und noch eine kleine Lunchpause eingelegt haben, sind wir dann in unser Auto gestiegen, um nach Fort George zu suchen. Auf der Suche haben wir dann noch einen kleinen Park entdeckt, der direkt an der Mündung des Niagara (Fluss) liegt. Von dort konnte man praktisch in die Vereinigten Staaten spucken. Wir wollten es zuerst auch nicht glauben, aber wir standen direkt an der Grenze zwischen Kanada und den USA. Es ist eben doch alles nur einen Katzensprung entfernt, WENN man ein Auto hat!!!! Nach der Erkenntnis des Tages sind wir dann endlich wieder weiter gefahren und haben eine kleine unfreiwillige Runde um das Fort George gedreht, bis wir endlich die Einfahrt gefunden hatten (diese lag ungefähr 500m hinter unserem ursprünglichen Parkplatz auf der Hauptstraße!! Man hätte sich also nur einmal kurz umdrehen müssen!!). Auf dem Parkplatz musste dann, wie überall, eine Parkgebühr an einem Parkautomaten gezahlt werden, nur das hier das Minimum bei $6 lag. Also gut 4€. Papa aht sich fest vorgenommen hier alles fest nach Vorschrift zu machen: nicht zu schnell fahren, nicht falsch parken, keine gelben Linien überfahren (obwohl das hat er schon nach 5 Min. aufgegeben, weil total schwachsinnig!!), solche Sachen eben. Tja und deswegen standen wir dann auch bestimmt 10 Min. vor diesem blöden Automaten, weil uns $6 doch etwas viel vorkamen und wir leider nicht genug Kleingeld hatten, der Automat keine Scheine nimmt und weil die Kreditkarte auch nicht funktioniert hat. Irgendwann haben wir es dann doch aufgegeben unsere Parkgebühr zu bezahlen und sind losgezogen, das Fort George zu erobern.
Fort George ist ein originalgetreu, wiedererrichtetes Fort von 1780 + einige Jahre, das irgendwann mal von den Amerikanern niedergebrannt wurde, und wieder aufgebaut wurde und wieder kaputt ging, etc. Auf jeden Fall werden einige interessante Sachen, wie Unterkünfte, Küche, Schmied, Schießpulverlager und ähnliches gezeigt und zwischendrin laufen die ganze Zeit verkleidete Leute rum, die dir was erzählen können und möchten. Zusätzlich gab es dann noch eine kleine Schießvorführung, wo 2 Typen in englischen Uniformen (Rotröcke, für die jenigen, die sich in der Materie ein bisschen auskennen oder zumindest „Der Patriot“ geschaut haben ;-) ) in Richtung Himmel geballert haben. Mit alten Waffen versteht sich und alles im Gleichschritt und so. Sah sehr lustig aus. Natürlich waren da jetzt nicht so viele Leute, weil die meisten einfach nur an der einen Hauptstraße kleben bleiben, aber mir hat es sehr gut gefallen.
Nachdem wir in Fort George dann den Strafzettel für Parken ohne gültiges Ticket….ach quatsch war nur Spaß!!!...also nachdem wir da fertig geschaut haben und uns wieder ins Auto gesetzt haben, sind wir dann Richtung nach Hause gefahren. Im Hotel haben wir dann ein bisschen Mittagsschlaf oder Nachmittagsruhe gemacht….war aber auch dringend mal nötig…den ganzen Tag Sonne und rumlaufen ist schon ganz schön anstrengend….
Nach dem Ausspannen sind wir dann endlich mal wieder losgezogen, um uns einige Wohnungen anzuschauen. Zu meiner eigenen Überraschung, hab ich es irgendwie hinbekommen diverse Treffen auf 7:30pm, 8:00pm und einen auf Abruf zu legen, so dass wir in kürzester Zeit alles anschauen konnten. Um 7:30 haben wir uns mit einem Ehepaar getroffen, dass ei nganzes Haus voller Studentinnen besitzt und da noch ein Zimmer zu verm ieten hat. Nora hatte mir die Nummer gegeben. Sie hatte sich die Wohnung vorher angeschaut, war aber wohl nicht das Richtige für sie. Nun ja…also das Haus war sehr schön, viele Zimmer, nette Küche, viel gemeinschaftlicher Raum, alles was man so braucht. Die Vermieter sind auch sehr nett und die Mädels, die da wohnen scheinen auch sehr umgänglich zu sein. Und das Beste: sie sind totale Halloween-Fans… Ja ich hab mich dann für die Wohnung entschieden… Zu den anderen Wohnungen bin ich nach dem ersten Termin gar nicht mehr hingefahren, weil es schon die perfekte Lösung war. Bisschen schlachtes gewissen hatte ich dann schon, dass ich bei den anderen nicht mehr aufgetaucht bin, aber was solls. Die Leute wird ich im Leben nicht treffen und im Dezember bin ich eh wieder weg…. Tja das ist also das Wohnungs-Happy- End. Damit sind dann alle wichtigen Dinge vor Uni-Beginn erledigt und ich kann mich noch auf die paar Tage mit meinem Paps freuen.
Donnerstag war dann also der wirklich freie Tag und wir konnten praktisch anstellen, was wir wollten. Naja fast, den nich wollte gerne noch mal zur Uni fahren, um nach gebrauchten Büchern zu schauen. Im Internet hab ich gesehen, dass einige meiner Profs gerne Bücher verkaufen möchten, die über $150 kosten… so ein Schwachsinn wirklich. Und das für 4 Monate. Deswegen wollte ich versuche nschon einige günstiger zu bekommen. Problem ist nur, dass die gebrauchten Bücher erst ab dem 10. September verkauft werden, bzw. dann fängt der Unibuchladen an diese zurückzulaufen . Das war dann der Satz mit X. Also fast. Ich bin dann noch ein bisschen durch die Textilabteilung des Shops getigert und hab meinen offiziellen BROCK Pulli gekauft. Steht sogar meine Fakultät drauf. Das Ding werd ich hüten, wie ein rohes Ei!! Nachdem wir dann erfolgreich meinen Pulli erstanden hatten, hab ich festgestellt, dass ich die vergangenen Tage mit nichts, als euros durch die Welt gelaufen bin. Kam mir dann doch ein bisschen komsich vor und daraufhin sind wir mal wieder i nSt. Catharines Innenstadt gefahren, um mal wieder festzustellen, dass kein Mensch sich dort aufhält, und um eine Bank zu suchen. Weil ich noch keine Pin für meine Kreditkarte hab, musste ich ein Institut finden, dass auch maestro Karten akzeptiert. Gar nicht so leicht. Schon in der Uni musste ich feststellen ,dass ich dort wohl eher Schwierigkeiten mit dieser Karte haben werde. Die Bank of Montreal (schönen Gruß an AMaria an dieser Stelle) war dann die erste, die meine Karte akzeptierte und ich hab natürlich gleich zu geschlagen. Jetzt bin ich also auch endlich liquide.
So nach dem Banken und Uni Spaziergang sind Paps und ich dann losgezogen, um das Städtchen Kitchener-Waterloo zu besuchen. Dort gibt es einen tollen Farmers Market mit Beteiligung der Mennoniten. Das sind die, mit den tollen Bärten, den lustigen Hüten und den altmodischen Kleidern. Die, die so aussehen, also ob aus einer Folge „Dr. Quinn“ entsprungen. Der Weg nach Kitchener war zum Glück leicht gefunden (ein Hoch auf unser Navi!), die Länge der Strecke hab ich allerdings maßlos unterschätzt. Wenn man hier irgendwo hin will, bzw. von St. Catharines aus startet, muss man bestimmt eine Stunde oder mehr einplanen, bevor man irgendwo hinkommt. Das Land ist eben doch um EINIGES größer als good old Germany. Der Farmers Market in Kitchener, war dann sehr interessant. Zuerst sah es so aus, wie auf einem Wochenmarkt auf Mallorca. Überall Stände mit Kleidung, Sonnenbrillen und lauter merkwürdiges Zeug. Natürlich gab es auch so Sachen wie Honig und solche Dinge zu erstehen. Besonders schön wurde es, als wir die geschlossene Markthalle erreichten. Hier wurde auf minimalstem Platz, extrem viel verkauft.
Fleisch, Wurst, Käse, Gebäck, Brot, Blumen, Tee….alles was man will. Zwischendrin gab es immer wieder Stände der Mennoniten, was dem ganzen so einen exotischen Touch verlieh. Gekauft haben wir dann 4 Megazimtschnecken, die nicht nur extrem lecker nach frischem Zimt rochen, sondern auch saugut schmeckten.
Leider waren sie auch ziemlich abfüllend ;-). Als wir dann auf der anderen Seite der Markthalle rausgingen, standen wir auf einem vollkommen anderen Markt. Um uns herum nur Obst und Gemüse. Die tollsten Sachen. Nichts wirklich exotisches, aber alles, was die Felder um diese Jahreszeit eben so hergeben. Papa hat schon gesagt: „Gäbe es so einen Markt bei uns, würde ich hier immer mein Obst kaufen“. Recht hat’er. Nach dem Markt gings dann noch in die Outlet Mall, die direkt gegenüber dem Markgelände gebaut wurde. Wie praktisch, ich weiß. Aber nein ich hab nix gekauft (hab in nix reingepasst, so dass es mir gefallen hab. Paps hat sich 2 Hosen für nen Appel und ein Ei gekauft. Gute Levis Jeans für $21 (um die 15€….muss ich mehr sagen?). Mit erstandener Ware haben wir usn dann auf den Heimweg gemacht, der gefühlt mal wieder 10 Std. gedauert hat, aber nur eine halbe Stunde länger, als das Navi berechnet hat. Grund für diese ewige Zeit, sind diverse Staus. Autobahnen sind einfach völlig überlastet und zu Paps und meiner Schande muss ich gestehen, dass wir immer im Berufsverkehr unterwegs sind. Also eigentlich unsere Schuld.
Der schöne Tag wurde dann durch ein sehr schönes Dinner im Lakeview Restaurant beendet. Gekocht wurde mediterran, getrunken wurde Chlorwasser. Aber das ist hier so, keine Panik. Leider konnten wir nicht mehr draußen sitzen, das wäre erstens zu kalt geworden und zweitens auch sehr dunkel. Problem war nur, dass es drinnen dank AC noch kälter war und die Beleuchtung auch etwas dämmerig. Aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. Das Essen war extrem lecker und der Nachtisch zum reinsetzen (Crème Brulée und 3erlei Mousse). Nach dem Essen sind wir dann zu Hause ins Bett gefallen….so und jetzt ist der Blogeintrag nun wirklich schon lang genug…nächste Nachricht gibt’s …demnächst :o).
Ganz liebe Grüße….bis dann, freu mich auf eure Kommentare!!
franzi
wie geht’s euch? Bei mir ist immer noch alles in bester Ordnung. Das Wetter ist immer noch der absolute Traum. Für die jenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: konstante 24 Grad und schönster Sonnenschein, den ganzen Tag über. Zwischendrin mit angenehmer Brise.
Tja die beste Nachricht zu erst: ich hab endlich eine Wohnung gefunden. Wobei endlich die falsche Formulierung ist. Die ersten beiden Wohnungen, die ich mir angeschaut habe waren beide ganz nett. Die eine mehr als die andere, aber das ist ja egal. Naja die nächsten Anschauungstermine konnte ich erst am Mittwochabend vereinbaren. Zum einen, weil die Vermieter erst aus Richtung Toronto anreisen mussten und zum anderen, weil die andere Vermieterin erst am Mittwochvormittag zurückgerufen hat, um einen Termin auszumachen.
Da wir also am Mittwoch nichts zu tun hatten, also was wichtig gewesen wäre, haben wir uns auf den Weg gemacht und haben die Umgebung um St. Catharines ein wenig angeschaut. Wir sind Richtung Osten gefahren und wollten uns denn Welland Canal angesehen. Hier passieren riesig große Frachtschiffe, um in den Atlantik zu kommen. Der Kanal wurde angelegt, um eine direkte Verbindung zwischen den großen Seen Nordamerikas und dem Atlantischen Ozean zu schaffen. Das Ganze wird auch St. Lorenz-Seeweg genannt. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist, dass die Schiffe einen Höhenunterschied von ungefähr 100m überwinden müssen.
Ach und auf der Straße klebend hab ich dann auch mein erstes wildes Stinktier gesehen. Tot natürlich. Auf der Rückfahrt gabs dann den ersten Waschbären gleich dazu.
Niagara-on-the-Lake hat eine extrem niedliche und alte Innenstadt, welche mit viel Liebe zum Detail und noch mehr Blumen hergerichtet wurde.
Fort George ist ein originalgetreu, wiedererrichtetes Fort von 1780 + einige Jahre, das irgendwann mal von den Amerikanern niedergebrannt wurde, und wieder aufgebaut wurde und wieder kaputt ging, etc. Auf jeden Fall werden einige interessante Sachen, wie Unterkünfte, Küche, Schmied, Schießpulverlager und ähnliches gezeigt und zwischendrin laufen die ganze Zeit verkleidete Leute rum, die dir was erzählen können und möchten. Zusätzlich gab es dann noch eine kleine Schießvorführung, wo 2 Typen in englischen Uniformen (Rotröcke, für die jenigen, die sich in der Materie ein bisschen auskennen oder zumindest „Der Patriot“ geschaut haben ;-) ) in Richtung Himmel geballert haben. Mit alten Waffen versteht sich und alles im Gleichschritt und so. Sah sehr lustig aus. Natürlich waren da jetzt nicht so viele Leute, weil die meisten einfach nur an der einen Hauptstraße kleben bleiben, aber mir hat es sehr gut gefallen.
Nachdem wir in Fort George dann den Strafzettel für Parken ohne gültiges Ticket….ach quatsch war nur Spaß!!!...also nachdem wir da fertig geschaut haben und uns wieder ins Auto gesetzt haben, sind wir dann Richtung nach Hause gefahren. Im Hotel haben wir dann ein bisschen Mittagsschlaf oder Nachmittagsruhe gemacht….war aber auch dringend mal nötig…den ganzen Tag Sonne und rumlaufen ist schon ganz schön anstrengend….
Nach dem Ausspannen sind wir dann endlich mal wieder losgezogen, um uns einige Wohnungen anzuschauen. Zu meiner eigenen Überraschung, hab ich es irgendwie hinbekommen diverse Treffen auf 7:30pm, 8:00pm und einen auf Abruf zu legen, so dass wir in kürzester Zeit alles anschauen konnten. Um 7:30 haben wir uns mit einem Ehepaar getroffen, dass ei nganzes Haus voller Studentinnen besitzt und da noch ein Zimmer zu verm ieten hat. Nora hatte mir die Nummer gegeben. Sie hatte sich die Wohnung vorher angeschaut, war aber wohl nicht das Richtige für sie. Nun ja…also das Haus war sehr schön, viele Zimmer, nette Küche, viel gemeinschaftlicher Raum, alles was man so braucht. Die Vermieter sind auch sehr nett und die Mädels, die da wohnen scheinen auch sehr umgänglich zu sein. Und das Beste: sie sind totale Halloween-Fans… Ja ich hab mich dann für die Wohnung entschieden… Zu den anderen Wohnungen bin ich nach dem ersten Termin gar nicht mehr hingefahren, weil es schon die perfekte Lösung war. Bisschen schlachtes gewissen hatte ich dann schon, dass ich bei den anderen nicht mehr aufgetaucht bin, aber was solls. Die Leute wird ich im Leben nicht treffen und im Dezember bin ich eh wieder weg…. Tja das ist also das Wohnungs-Happy- End. Damit sind dann alle wichtigen Dinge vor Uni-Beginn erledigt und ich kann mich noch auf die paar Tage mit meinem Paps freuen.
Donnerstag war dann also der wirklich freie Tag und wir konnten praktisch anstellen, was wir wollten. Naja fast, den nich wollte gerne noch mal zur Uni fahren, um nach gebrauchten Büchern zu schauen. Im Internet hab ich gesehen, dass einige meiner Profs gerne Bücher verkaufen möchten, die über $150 kosten… so ein Schwachsinn wirklich. Und das für 4 Monate. Deswegen wollte ich versuche nschon einige günstiger zu bekommen. Problem ist nur, dass die gebrauchten Bücher erst ab dem 10. September verkauft werden, bzw. dann fängt der Unibuchladen an diese zurückzulaufen . Das war dann der Satz mit X. Also fast. Ich bin dann noch ein bisschen durch die Textilabteilung des Shops getigert und hab meinen offiziellen BROCK Pulli gekauft. Steht sogar meine Fakultät drauf. Das Ding werd ich hüten, wie ein rohes Ei!! Nachdem wir dann erfolgreich meinen Pulli erstanden hatten, hab ich festgestellt, dass ich die vergangenen Tage mit nichts, als euros durch die Welt gelaufen bin. Kam mir dann doch ein bisschen komsich vor und daraufhin sind wir mal wieder i nSt. Catharines Innenstadt gefahren, um mal wieder festzustellen, dass kein Mensch sich dort aufhält, und um eine Bank zu suchen. Weil ich noch keine Pin für meine Kreditkarte hab, musste ich ein Institut finden, dass auch maestro Karten akzeptiert. Gar nicht so leicht. Schon in der Uni musste ich feststellen ,dass ich dort wohl eher Schwierigkeiten mit dieser Karte haben werde. Die Bank of Montreal (schönen Gruß an AMaria an dieser Stelle) war dann die erste, die meine Karte akzeptierte und ich hab natürlich gleich zu geschlagen. Jetzt bin ich also auch endlich liquide.
So nach dem Banken und Uni Spaziergang sind Paps und ich dann losgezogen, um das Städtchen Kitchener-Waterloo zu besuchen. Dort gibt es einen tollen Farmers Market mit Beteiligung der Mennoniten. Das sind die, mit den tollen Bärten, den lustigen Hüten und den altmodischen Kleidern. Die, die so aussehen, also ob aus einer Folge „Dr. Quinn“ entsprungen. Der Weg nach Kitchener war zum Glück leicht gefunden (ein Hoch auf unser Navi!), die Länge der Strecke hab ich allerdings maßlos unterschätzt. Wenn man hier irgendwo hin will, bzw. von St. Catharines aus startet, muss man bestimmt eine Stunde oder mehr einplanen, bevor man irgendwo hinkommt. Das Land ist eben doch um EINIGES größer als good old Germany. Der Farmers Market in Kitchener, war dann sehr interessant. Zuerst sah es so aus, wie auf einem Wochenmarkt auf Mallorca. Überall Stände mit Kleidung, Sonnenbrillen und lauter merkwürdiges Zeug. Natürlich gab es auch so Sachen wie Honig und solche Dinge zu erstehen. Besonders schön wurde es, als wir die geschlossene Markthalle erreichten. Hier wurde auf minimalstem Platz, extrem viel verkauft.
Fleisch, Wurst, Käse, Gebäck, Brot, Blumen, Tee….alles was man will. Zwischendrin gab es immer wieder Stände der Mennoniten, was dem ganzen so einen exotischen Touch verlieh. Gekauft haben wir dann 4 Megazimtschnecken, die nicht nur extrem lecker nach frischem Zimt rochen, sondern auch saugut schmeckten.
Der schöne Tag wurde dann durch ein sehr schönes Dinner im Lakeview Restaurant beendet. Gekocht wurde mediterran, getrunken wurde Chlorwasser. Aber das ist hier so, keine Panik. Leider konnten wir nicht mehr draußen sitzen, das wäre erstens zu kalt geworden und zweitens auch sehr dunkel. Problem war nur, dass es drinnen dank AC noch kälter war und die Beleuchtung auch etwas dämmerig. Aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. Das Essen war extrem lecker und der Nachtisch zum reinsetzen (Crème Brulée und 3erlei Mousse). Nach dem Essen sind wir dann zu Hause ins Bett gefallen….so und jetzt ist der Blogeintrag nun wirklich schon lang genug…nächste Nachricht gibt’s …demnächst :o).
Ganz liebe Grüße….bis dann, freu mich auf eure Kommentare!!
franzi
Dienstag, 1. September 2009
Die ersten kleinen Schritte
Halli-hallo ihr Lieben,
die ersten Grüße aus dem neuen Land sind immer die spannendsten. Es gibt sooo viel zu erzählen, wovon wahrscheinlich nicht mal die Hälfte wirklich interessant ist.
Also vorneweg erst mal das Wichtigste: wir sind gut in Kanada angekommen. Der Flug hat echt ziemlich lange gedauert, aber das Essen war zum Glück einigermaßen und die Board Unterhaltung gab auch so den einen oder anderen recht unterhaltsamen Film her. Somit vergingen die 8 Stunden praktisch wie im Flug (ich weiß: zum Schreien komisch!!). Angekommen sind wir dann sehr pünktlich und die ganzen Einreiseformalitäten waren zum Glück auch in Windeseile erledigt. Gerade davor hatte es mit nämlich gegraut...diverse Fragen warum man was und wie lange in Kanada machen will und ob man auch ja wieder zurückfliegt. Aber der Beamte war sehr nett und hat auch ein bisschen so getan, als ob ihn das alles interessieren würde. Nachdem dann diverse Fragen (so...what is your exact relation to each other? oder: what is your field of study? oder do you bring any food into canada [no sir, just some cookies ;o)]) geklärt wurden, durften wir durch zum Kofferband....tja die Sache kennt man ja....Band läuft...alle drängeln...Band läuft immer noch weiter....hunderte Koffer fallen drauf....alle drängeln noch mehr...und irgendwann...wenn man Glück hat....kommt dann der Koffer, in meinem Fall die Koffer. Die wogen Übrigends beide unter 20 KG... für den Fall das jemand fragt.
Ja mit den Koffern und allem anderen Gepäck gings dann zu den Car Rentals, die gefühlte 2 km vom Ausgang entfernt im Keller versteckt waren...Weitere Formalitäten wurden recht zügig erledigt, wären da nicht einige Besatzungsmitglieder unseres Fluges gewesen, die den ganzen Verkehr aufgehalten und die Lady hinter dem Schalter total durcheinander gebracht haben. Naja irgendwann war dann eben alles geklärt und wir hatten auch unser Auto gefunden und ...ÜBERRASCHUNG ein Automatik-Wagen. Paps hat sich natürlich riesig gefreut *hüstel*, aber man gewöhnt sich ja an alles. Als es dann endlich auf die Straße ging, konnte ich auch endlich meine Lieben zu Hause anrufen und sagen, dass wir gut angekommen sind. Vorher wollte irgendwie keiner ans Telefon gehen. Witziger weise scheint diese Einstellung auch bei vielen Kanadiern und Nora verbreitet zu sein :o). Aber dazu später.
Die Fahrt nach St. Catharines war zunächst ziemlich aufregend. In Kanada herrscht auch Rechtsverkehr, wie bei uns, deswegen musste weniger auf den Verkehr, als auf das ganze Drumherum geachtet werden. Papa ist total begeistert von den extrem großen Brummis, die hier überall rumfahren. Mir gefallen die vielen Schilder und Shops viel besser. Ich habe festgestellt, dass ich in neuen und unbekannten Regionen oder Orten dazu neige, jedes dämliche Schild laut vorzulesen und danach so etwas wie : "Süß" von mir gebe. Total idiotisch ich weiß...
Die Fahrt dauerte dann ungefähr eine Stunde. kann auch länger gewesen sein. Zwischendrin hieß es aber immer wieder Stop and Go, weil wir offensichtlich genau den Berufsverkehr erwischt hatten. So gegen sechs als.
Dank unserem treuen Navis haben wir unser Motel dann sehr schnell und umgehend gefunden und konnten auch sofort einchecken...Ist alles sehr unkompliziert. Das Motel liegt direkt am QEW
(kleine Fragerunde: Was bedeutet QEW? Tipp: Kanada gehört zum Commenwealth und hat daher das selbe Staatsoberhaupt, wie GB...So und googlen gilt nicht Herr Klehr!!!!)
Ohne jetzt die Spaßbremse zu spielen. Am QEW ist es ziemlich laut und ich sag mal das Motel gehört nicht zu den besten Adressen. Lobby Fehlanzeige, stattdessen nur ein kleiner Raum mit Rezeption. Das Treppenhaus und der Flur riechen etwas merkwürdig und das Zimmer ist wie Papa sagte: "etwas dürftig" eingerichtet. Zimmermädchen kommen erst gegen Nachmittag. Zumindest in den 1. Stock. Im Erdgeschoss waren sie schon den ganzen Morgen zu Gange. Ach ja Frühstück gibt übrigens auf Papptellern mit Plastikbesteck in einem umfunktionierten Motelzimmer, ohne Möglichkeit ein Fenster zu öffnen...Ich sag mal es kann sich jeder sein eigenes Bild machen...empfehlen kann ich diese Unterkunft jedoch nicht.
So nachdem der erste Eindruck überwunden wurde, gings erst mal los ein bisschen Wasser zu kaufen. Ursprünglich sollte auch noch ein bisschen Obst drin sein, das haben wir aber bis heute nicht geschafft. Never mind. Auf der Suche nach einem anständigen Supermarkt sind wir dann an der Uni vorbei gefahren, bzw. sind auf dem Weg zur Uni am Supermarkt, der keiner war, vorbei gefahren. Macht das irgendwie Sinn? Auf jeden Fall gabs dann nach einer kurzen Autorundfahrt über den Campus auch ein standesgemäßes Dinner in einer richtig niedlichen Kneipe in der Nähe der Uni. Wir haben schon gemutmaßt, dass es Freitagabends während des Semesters proppenvoll sein wird. Ich werds mal im Auge behalten. Gegessen wurden Burger und Meatloaf, also Fleischklopps, der auch wirklich einer war, für die, die es interessiert.
So gegen 8 sind wir dann endlich ins Bett gefallen. Drei Tage wach haben wir zwar nicht geschafft, aber trotzdem fühlt man sich doch ziemlich gerädert. Der 12 Stunden Dauerschlaf hat dann auch echt gut getan.
Heute morgen sind wir dann zum bereits erwähnten Frühstück gegangen und sind danach direkt zu Uni aufgebrochen. Auf dem Weg von Parkplatz zum Campus haben wir dann noch Nora und ihre Mum getroffen, die schon alle Formalitäten erledigt hatten... Mir stand der Marathon aber noch bevor. Die erste Schwierigkeit: Finde das International Office. Fast unmöglich, weil solche Einrichtungen weder beschildert, noch sonstwie ausgewiesen werden. Man kann sich also auch nur durchfragen. Irgendwo auf dem Weg zu einem der Studentenunterkünfte haben wir dann eine extrem nette alte Dame getroffen, die uns gleich mit zum Empfangsschalter genommen hat und sich sehr süß um uns gekümmert hat. Am E-Schalter war nur leider niemand, der uns hätte weiterhelfen können. Irgendwann kam dann irgendein netter Mensch vorbei, der mich dann zum I Office mitgenommen hat. Paps und die alte Dame hab ich leider zurückgelassen...die haben mich dann aber 5 Minuten später auch gefunden. Im IO haben wir uns dann erst mal mit John unterhalten und so bisschen Fragen geklärt, wo man am besten wohnt, wie das mit zusätzlichen Aktivitäten während des Semesters ist etc. Lauter wichtige Sachen eben. Dann hat er uns noch eine kleine Tour vom Camps gegeben (man beachte den englischen Satzbau!! Mein Gott ging das wieder schnell!) und mir zu meinem Studentenausweis verholfen... musste ein Foto machen lassen und die haben die Karte direkt ausgedruckt. Sieht auch ganz passabel aus. Während der Tour wurde mir dann auch endlich bewusst, wie groß der ganze Campus tatsächlich ist...unglaublich....aber richtig schön... . Nach der Tour sind wir dann noch mal ins IO gegangen, um die letzten Fragen zu klären und ich musste diverse Sachen ausfüllen und ich hab sooo viele Informationen über Bezahlung, Veranstaltungen, Wohnen etc. bekommen, mir hat echt der Kopf geraucht und Papa hat mich auch ziemlich verwirrt angeschaut... aber ich denke das wird schon alles.
Nach dem überaus freundlichen und informativen Empfang an der Uni sind wir dann nochmal ins Motel gefahren und ich hab ein paar Telefonnummern von möglichen Wohnungen rausgesucht. Besucht haben wir dann nur 2, wobei die erste nicht wirklich in Frage kommt, weil keine Möbel drin sind, und die zweite eigentlich sehr schön war...ich werd mir trotzdem morgen nochmal ein paar anschauen, nur um vergleichen zu können. Mal sehen was dabei heraus kommt.
Der Hinweis mit der Telefoniererei hier in Kanada: ich hab ungefähr 10 Leute angerufen und 2 haben abgenommen. Bei allen anderen geht erst niemand dran und dann nur eine Voicemail...aber konstant den ganzen Tag lang. Vielleicht war es einfach eine ungünstige Zeit.
Heute Abend sind Paps und ich dann nochmal losgefahren und haben uns den Lake Ontario im Norden von St. Catharines angeschaut. Sah im Sonnenuntergang alles sehr idyllisch aus und der See sah auch sehr ruhig und friedlich aus. es gab auch einen kleinen Strand...ich muss mal rausfinden, wie lange der Bus bis da rauf fährt.... aber das hat ja noch Zeit.
So das wars jetzt für den ersten und extrem langen Eintrag.
Das Wichtigste aber zum Schluss: ich habe eine neue Handynummer. Meine alte Nummer werde ich erst mal nicht mehr benutzen. Wer mich also erreichen möchte:
Handy Kanada: 001 289 668 2205
eMail: franzi-berg@web.de
Skype: hab ich auch gibts auf Anfrage
ICQ: müsste eg jeder meine Nummer haben, ansonsten gibts auch diese auf Anfrage
man will ja nicht alles im Internet veröffentlichen woll!
So ihr....das wars einen schönen Abend noch (hier ists jetzt 21.47 Uhr)
Liebe Grüße
franzi
die ersten Grüße aus dem neuen Land sind immer die spannendsten. Es gibt sooo viel zu erzählen, wovon wahrscheinlich nicht mal die Hälfte wirklich interessant ist.
Also vorneweg erst mal das Wichtigste: wir sind gut in Kanada angekommen. Der Flug hat echt ziemlich lange gedauert, aber das Essen war zum Glück einigermaßen und die Board Unterhaltung gab auch so den einen oder anderen recht unterhaltsamen Film her. Somit vergingen die 8 Stunden praktisch wie im Flug (ich weiß: zum Schreien komisch!!). Angekommen sind wir dann sehr pünktlich und die ganzen Einreiseformalitäten waren zum Glück auch in Windeseile erledigt. Gerade davor hatte es mit nämlich gegraut...diverse Fragen warum man was und wie lange in Kanada machen will und ob man auch ja wieder zurückfliegt. Aber der Beamte war sehr nett und hat auch ein bisschen so getan, als ob ihn das alles interessieren würde. Nachdem dann diverse Fragen (so...what is your exact relation to each other? oder: what is your field of study? oder do you bring any food into canada [no sir, just some cookies ;o)]) geklärt wurden, durften wir durch zum Kofferband....tja die Sache kennt man ja....Band läuft...alle drängeln...Band läuft immer noch weiter....hunderte Koffer fallen drauf....alle drängeln noch mehr...und irgendwann...wenn man Glück hat....kommt dann der Koffer, in meinem Fall die Koffer. Die wogen Übrigends beide unter 20 KG... für den Fall das jemand fragt.
Ja mit den Koffern und allem anderen Gepäck gings dann zu den Car Rentals, die gefühlte 2 km vom Ausgang entfernt im Keller versteckt waren...Weitere Formalitäten wurden recht zügig erledigt, wären da nicht einige Besatzungsmitglieder unseres Fluges gewesen, die den ganzen Verkehr aufgehalten und die Lady hinter dem Schalter total durcheinander gebracht haben. Naja irgendwann war dann eben alles geklärt und wir hatten auch unser Auto gefunden und ...ÜBERRASCHUNG ein Automatik-Wagen. Paps hat sich natürlich riesig gefreut *hüstel*, aber man gewöhnt sich ja an alles. Als es dann endlich auf die Straße ging, konnte ich auch endlich meine Lieben zu Hause anrufen und sagen, dass wir gut angekommen sind. Vorher wollte irgendwie keiner ans Telefon gehen. Witziger weise scheint diese Einstellung auch bei vielen Kanadiern und Nora verbreitet zu sein :o). Aber dazu später.
Die Fahrt nach St. Catharines war zunächst ziemlich aufregend. In Kanada herrscht auch Rechtsverkehr, wie bei uns, deswegen musste weniger auf den Verkehr, als auf das ganze Drumherum geachtet werden. Papa ist total begeistert von den extrem großen Brummis, die hier überall rumfahren. Mir gefallen die vielen Schilder und Shops viel besser. Ich habe festgestellt, dass ich in neuen und unbekannten Regionen oder Orten dazu neige, jedes dämliche Schild laut vorzulesen und danach so etwas wie : "Süß" von mir gebe. Total idiotisch ich weiß...
Die Fahrt dauerte dann ungefähr eine Stunde. kann auch länger gewesen sein. Zwischendrin hieß es aber immer wieder Stop and Go, weil wir offensichtlich genau den Berufsverkehr erwischt hatten. So gegen sechs als.
Dank unserem treuen Navis haben wir unser Motel dann sehr schnell und umgehend gefunden und konnten auch sofort einchecken...Ist alles sehr unkompliziert. Das Motel liegt direkt am QEW
(kleine Fragerunde: Was bedeutet QEW? Tipp: Kanada gehört zum Commenwealth und hat daher das selbe Staatsoberhaupt, wie GB...So und googlen gilt nicht Herr Klehr!!!!)
Ohne jetzt die Spaßbremse zu spielen. Am QEW ist es ziemlich laut und ich sag mal das Motel gehört nicht zu den besten Adressen. Lobby Fehlanzeige, stattdessen nur ein kleiner Raum mit Rezeption. Das Treppenhaus und der Flur riechen etwas merkwürdig und das Zimmer ist wie Papa sagte: "etwas dürftig" eingerichtet. Zimmermädchen kommen erst gegen Nachmittag. Zumindest in den 1. Stock. Im Erdgeschoss waren sie schon den ganzen Morgen zu Gange. Ach ja Frühstück gibt übrigens auf Papptellern mit Plastikbesteck in einem umfunktionierten Motelzimmer, ohne Möglichkeit ein Fenster zu öffnen...Ich sag mal es kann sich jeder sein eigenes Bild machen...empfehlen kann ich diese Unterkunft jedoch nicht.
So nachdem der erste Eindruck überwunden wurde, gings erst mal los ein bisschen Wasser zu kaufen. Ursprünglich sollte auch noch ein bisschen Obst drin sein, das haben wir aber bis heute nicht geschafft. Never mind. Auf der Suche nach einem anständigen Supermarkt sind wir dann an der Uni vorbei gefahren, bzw. sind auf dem Weg zur Uni am Supermarkt, der keiner war, vorbei gefahren. Macht das irgendwie Sinn? Auf jeden Fall gabs dann nach einer kurzen Autorundfahrt über den Campus auch ein standesgemäßes Dinner in einer richtig niedlichen Kneipe in der Nähe der Uni. Wir haben schon gemutmaßt, dass es Freitagabends während des Semesters proppenvoll sein wird. Ich werds mal im Auge behalten. Gegessen wurden Burger und Meatloaf, also Fleischklopps, der auch wirklich einer war, für die, die es interessiert.
So gegen 8 sind wir dann endlich ins Bett gefallen. Drei Tage wach haben wir zwar nicht geschafft, aber trotzdem fühlt man sich doch ziemlich gerädert. Der 12 Stunden Dauerschlaf hat dann auch echt gut getan.
Heute morgen sind wir dann zum bereits erwähnten Frühstück gegangen und sind danach direkt zu Uni aufgebrochen. Auf dem Weg von Parkplatz zum Campus haben wir dann noch Nora und ihre Mum getroffen, die schon alle Formalitäten erledigt hatten... Mir stand der Marathon aber noch bevor. Die erste Schwierigkeit: Finde das International Office. Fast unmöglich, weil solche Einrichtungen weder beschildert, noch sonstwie ausgewiesen werden. Man kann sich also auch nur durchfragen. Irgendwo auf dem Weg zu einem der Studentenunterkünfte haben wir dann eine extrem nette alte Dame getroffen, die uns gleich mit zum Empfangsschalter genommen hat und sich sehr süß um uns gekümmert hat. Am E-Schalter war nur leider niemand, der uns hätte weiterhelfen können. Irgendwann kam dann irgendein netter Mensch vorbei, der mich dann zum I Office mitgenommen hat. Paps und die alte Dame hab ich leider zurückgelassen...die haben mich dann aber 5 Minuten später auch gefunden. Im IO haben wir uns dann erst mal mit John unterhalten und so bisschen Fragen geklärt, wo man am besten wohnt, wie das mit zusätzlichen Aktivitäten während des Semesters ist etc. Lauter wichtige Sachen eben. Dann hat er uns noch eine kleine Tour vom Camps gegeben (man beachte den englischen Satzbau!! Mein Gott ging das wieder schnell!) und mir zu meinem Studentenausweis verholfen... musste ein Foto machen lassen und die haben die Karte direkt ausgedruckt. Sieht auch ganz passabel aus. Während der Tour wurde mir dann auch endlich bewusst, wie groß der ganze Campus tatsächlich ist...unglaublich....aber richtig schön... . Nach der Tour sind wir dann noch mal ins IO gegangen, um die letzten Fragen zu klären und ich musste diverse Sachen ausfüllen und ich hab sooo viele Informationen über Bezahlung, Veranstaltungen, Wohnen etc. bekommen, mir hat echt der Kopf geraucht und Papa hat mich auch ziemlich verwirrt angeschaut... aber ich denke das wird schon alles.
Nach dem überaus freundlichen und informativen Empfang an der Uni sind wir dann nochmal ins Motel gefahren und ich hab ein paar Telefonnummern von möglichen Wohnungen rausgesucht. Besucht haben wir dann nur 2, wobei die erste nicht wirklich in Frage kommt, weil keine Möbel drin sind, und die zweite eigentlich sehr schön war...ich werd mir trotzdem morgen nochmal ein paar anschauen, nur um vergleichen zu können. Mal sehen was dabei heraus kommt.
Der Hinweis mit der Telefoniererei hier in Kanada: ich hab ungefähr 10 Leute angerufen und 2 haben abgenommen. Bei allen anderen geht erst niemand dran und dann nur eine Voicemail...aber konstant den ganzen Tag lang. Vielleicht war es einfach eine ungünstige Zeit.
Heute Abend sind Paps und ich dann nochmal losgefahren und haben uns den Lake Ontario im Norden von St. Catharines angeschaut. Sah im Sonnenuntergang alles sehr idyllisch aus und der See sah auch sehr ruhig und friedlich aus. es gab auch einen kleinen Strand...ich muss mal rausfinden, wie lange der Bus bis da rauf fährt.... aber das hat ja noch Zeit.
So das wars jetzt für den ersten und extrem langen Eintrag.
Das Wichtigste aber zum Schluss: ich habe eine neue Handynummer. Meine alte Nummer werde ich erst mal nicht mehr benutzen. Wer mich also erreichen möchte:
Handy Kanada: 001 289 668 2205
eMail: franzi-berg@web.de
Skype: hab ich auch gibts auf Anfrage
ICQ: müsste eg jeder meine Nummer haben, ansonsten gibts auch diese auf Anfrage
man will ja nicht alles im Internet veröffentlichen woll!
So ihr....das wars einen schönen Abend noch (hier ists jetzt 21.47 Uhr)
Liebe Grüße
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