Montag, 28. September 2009

Nachtrag II – Paintball

Jaaa ist ja schon gut…Ich weiß ich bin spät dran…das hier wird jetzt einfach der extrem verspätete Nachtrag vom Paintball vom 13.9… Mein Gott schon wieder 2 Wochen her.

Die Zeit verfliegt hier wirklich wie im Flug…und schon wieder ist so viel passiert.
Aber zurück zum Paintball.
Also…nachdem wir während des Picknicks in Port Dalhousie mit Ken und Sam gesprochen haben, die beiden sind die Vorsitzenden des Brock Outdoor Clubs, sind wir am Sonntagvormittag zur Uni gefahren und haben uns da mit ein paar anderen Leuten vom Club getroffen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es eine große Gruppe sein wird, stattdessen standen nur drei andere Studenten plus Ken und Sam bereit, um paintballen zu gehen. Aber das war eigentlich egal. Die Fahrt dahin war dann auch ganz schnell geschafft, und wir kamen in einen kleinen Raum mit zwei Tresen. An einem wurden Waffen etc. erkauft, am anderen musste man sich anmelden und konnte seine Leihwaffe, sowie Maske abholen…Da ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt rumstand und dauernd irgendwelche Profis an mir vorbei liefen, die teilweise in Armyklamotten und irgendwelchen Profiwaffen rumliefen, kam dann doch ei mulmiges Gefühl auf. Ich hatte vorher schon gehört, dass der ganze Spaß wahrscheinlich ziemlich wehtun wird, das hat mich aber nur ein bisschen abgeschreckt. Zu diesem Zweck hab ich dann meine grauen Gammelhosen und meinen leuchtend grünen Pulli mitgenommen. Zu Hause hab ich gar nicht darüber nachgedacht, dass diese Verkleidung vermutlich zu mehr Treffern führen würde, als meine einfache braune Shorts und ein schwarzes T-Shirt…never mind!...
Also..los ging es dann für mich nachdem alle schon die erste Runde gespielt hatten. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie bin ich nicht in die Gänge gekommen. Vielleicht wollte mein Unterbewusstsein mir auch was sagen…ich habs aber einfach ignoriert. Beim Paintball wird man in zwei Teams eingeteilt. In unserem Fall rot und blau. Alle haben ein entsprechendes Bands bekommen, das man irgendwo gut sichtbar festmachen musste. Dann wurden die beiden Teams auf jeweils eine Seite des Spielfeldes aufgeteilt, von welcher aus man dann operieren musste. Ziel des Ganzen war es die Fahne des jeweils anderen Teams zu finden und zu seinem eigenen Fahnenmast zu bringen. Das Spielfeld war wie ein großer Garten. Ein Teil war viel Wiese mit einigen großen Plasikbehältern drauf, so damit man sich dahinter verstecken konnte, dann gabs einen Sumpf, einen kleinen Hügel, mit Loch in der Mitte, wo eine Brücke drüber führt…alles sehr abwechslungsreich. So also nach dem sie uns dann aufgeteilt haben gabs dann das Kommando: Alle Masken auf und Schutz von der Waffe(da war wie so ein kleiner Eierbecher drüber, damit man nicht irgendwem in den Fuß schießt, weil man die Waffe nach unten gehalten hat oder sowas), dann kam ein Signal, das alle fertig sind und dann kam das Startsignal… Ich hatte in den ersten beiden Runden so ein Schiss, dass ich einfach in irgendeinem Busch gesessen hab und mich nicht fortbewegt hab. Irgendwann wurde mir das dann aber doch zu langweilig, weil mich keiner abgeschossen hat und ich auch noch auf niemanden schießen konnte. Sinn des Ganzen also so ziemlich verfehlt. So während des dritten Spiels hab ich dann mal das Gebiet erkundet und bin natürlich gleich abgeschossen worden, von irgendwem, den ich nicht gesehen hab und auch keine Ahnung hatte, woher die verdammten Kugeln kamen. Ach so Kugeln.. natürlich…also das sind kleine Plastikkugeln, die mit irgendeiner komischen klebrigen orangen Farbe gefüllt waren… wenn man getroffen wird tuts schon etwas weh, es hält sich aber in Grenzen. Tja also da hat man mich dann noch abgeschossen…während weiteren 2 Runden bin ich dann auch mutiger geworden und konnte den ein oder anderen auch abschießen. Paul hat das alles allerdings besser hinbekommen. Er hat wohl pro Spiel 4-5 Leute abgeschossen. Naja…dafür war ich in meinem Busch ziemlich glücklich ;o).
Am Ende des großen Spiels, konnten wir noch ein bisschen länger bleibe, weil wir einen dabei hatten, der da früher mal gearbeitet hat. Wir haben dann noch gut eine halbe Stunde in einem kleinen Teil des Geländes gespielt, was „The Village“ heißt. Da stehen 2 Häuser, eine kleine Hütte, ein Auto, und und und… Also eine ganze Menge Zeug zum verstecken. Weil wir nur zu siebt waren, haben wir dann Mädels gegen Jungs gespeilt und einer hat den Schiedsrichter gemacht. Ich hab festgestellt, so auf kurze Distanz und mit Leuten, die man kennt ist das alles noch lustiger. Irgendwann hab ich hinter dem Auto gehockt und gesehen, dass Paul in meine Richtung rannte, musste mich dann aber wider ducken, weil mich irgendwer beballert hat. Als ich dann wieder um die Ecke geschaut habe, saß Paul keine 3 Meter von mir weg. Vor lauter Schreck hab ich ihm dann in den Hintern geschossen. Eigentlich hatten wir vorher ausgemacht, dass in solchen Fällen der mercy shot ins Spiel kommt, man also nicht mehr drauf ballert, sondern dem anderen die Chance gibt so auszusteigen, ohne eine Kugel aus nächster Entfernung abzubekommen. Hab ich leider nicht dran gedacht. Tat mir auch leid. Im nächsten Spiel hat er sich aber schon rächen können, da hat er mir nämlich direkt auf den Kopf geschossen. Das war echt fies, weil das die einzige Stelle war, die man nicht schützen konnte. Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Paul hat dann irgendwann noch die S.W.A.T.-Rolle ausgepackt, weil seine Kugeln alle waren und er unbedingt die Fahne wollte. Leider hab ich ihn nicht im fliegen erwischt, sondern erst, nachdem er dann vor der Fahne saß und gerade wieder abhauen wollte. Da hab ich dann aber an den mercy shot gedacht.
Am Ende des Tages waren dann alle vollgeschwitzt, weil erstens das Wetter mal wieder der absolute Hammer war und zweitens diese Rumrennerei ganz schön anstrengend ist. Wir haben uns eigentlich vorgenommen das nochmal zu machen, weil es einfach soviel Spaß gemacht hat, ich fürchte aber, dass unsere Transportschwierigkeiten uns da einen Strich durch die Rechnung machen werden.
Abends unter der Dusche hab ich dann erst mal gemerkt, dass die mich doch ganz schön oft getroffen hatten. So beim Einschäumen kam ich dann immer wieder über irgendwelche stellen an Armen und Beinen, wo ich in den Tagen danach dann auch einige blaue Flecke haben sollte. Witziger weise waren doch tatsächlich alle gleich groß und alle gleich blau. Aber sie haben sich definitiv gelohnt. Ich würde es sofort wieder machen!!!
Fotos machen war leider unmöglich, weil ich nicht riskieren wollte, erst mal abgeschossen zu werden und dann auch noch Farbe auf der Kamera zu haben. Deshalb gibt’s nur 2-3 von hinterher, auf denen alle ziemlich beknackt drauf aussehen. Ich weiß noch nicht, ob die so öffentlichkeitstauglich sind ;o)

Das war der 2. Nachtrag. Es folgen weitere!!!

2 Kommentare:

  1. Hallo Franzi,

    so ein Mist, kurz bevor ich mein Kommentar verschickt habe ist mir der Rechner abgeschmiert - nix gespeichert ARGHHH!
    Na ich wollte nur sagen so ein kleiner Indiana Jones steckt doch in uns allen - ich finde Deine Aktion witzig, würde ich auch mal ausprobieren. Ich fand auch den Klettergarten in Neuss richtig geil. Obwohl ich ihn bal nochmal absolvieren will, und diesmal habe ich mir vorgenommen, weniger auf die Sicherungsleinen zurückzugreifen. Aber Spaß macht das schon.
    So nun werde ich mir die nächsten Einträge vornehmen. Ich finde es auf jeden Fall klasse, dass Du uns so an Deinem Aufenthalt teilhaben lässt - ist einfach schön zu sehen dass es dir gut geht.

    Hab Dich lieb Mattes

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  2. großer bruder...vielen dank für die vielen einträge!!! freut mich sehr.
    schick mir mal eure adresse mit PLZ..ich kann mich immer nur an Piwipper Straße erinnern :o)
    Schön von euch allen zu hören!!! Melde mich bald wieder
    franzi

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