Montag, 7. September 2009

Mehr Abenteuer braucht der Mensch

Hallo!!!!
Es wird wieder Zeit für den nächsten Eintrag. Obwohl der letzte gar nicht so lange her ist, wird euch trotzdem aufgefallen sein, dass ich ihn am Freitag gepostet habe, jedoch nur über die Zeit bis Donnerstag berichtete. Tja Grund wäre der, dass ich von Freitag bis Sonntagvormittag gar nicht in St. Catharines war. Da Paps und ich für Freitag und die folgenden Tage noch nichts Konkretes geplant hatten, habe ich überlegt, beim Reiseführer wälzen, dass ein Trip in den Algonquin Park im Norden von Ontario keine allzu schlechte Idee wäre. Ein kleines süßes Hotel war schnell ausfindig gemacht und auch gebucht. Schon am Telefon stellte sich heraus, dass die Besitzerin ebenfalls Deutsche ist. Nun ja. Formalitäten, wie Koffer packen und Hotel auschecken wurden schnell erledigt. Vor lauter Vorfreude und Aufregung hab ich sogar angefangen zu schwitzen und Paps fürchterlich zu husten. Eine halbe Stunde, nachdem wir die Unterkunft in Whitney (Dorf nahe des Parks) bestätigt hatten, saßen wir auch schon im Auto und sind Richtung Toronto und Norden aufgebrochen. Die Straßen waren wie gewohnt ziemlich voll und wir haben bestimmt mehr als eine Stunde mit Stau zugebracht. Das Navi hat uns eine Route gegeben, nachfolge wessen wir um die 4:30 Stunden brauchen sollten. Für ein ganzes Wochenende lohnt sich so eine lange Fahrt schon, oder nicht? Tja aus den 4:30 Stunden sind dann gut 5:30 oder sogar 6 geworden, ich hab irgendwann aufgehört auf die Uhr zu schauen!! Unser Problem war, dass das Navi die ganze Zeit wo anders her fahren wollte, als wir und uns dann über Stock und Stein geschickt hat und wir irgendwelche Schotterstraßen fahren mussten. Der größte Clou war aber, dass das Navi so gut wie keinen Akku mehr hatte. Wäre das blöde Ding ausgegangen, und wir hätten mitten in der Pamp gestanden…ich glaub ich hätte echt die Nerven verloren. Auf jeden Fall ging die Fahrt irgendwann wieder über die von uns gewünschte Route, die sich im Endeffekt als viiiiiieeeeel länger rausstellte, als gedacht. Die Fahrt war trotz alledem recht angenehm. Es ging durch viel Natur und noch mehr Natur. Links und rechts gab es kaum irgendwelche Dörfer, geschweige denn Städtchen. Durch die Einsamkeit fuhren wir dahin…und fuhren…und fuhren….und fuhren. So gegen 6 sind wir dann endlich angekommen…total entnervt von der dämlichen Autofahrt. Die Unterkunft hat sich dafür aber gelohnt. Schöne kleine Häuschen, direkt am See, komplett eingerichtet. Selbstversorgung war also angesagt. Einem schönen Camping Wochenende stand also nichts im Wege. An dem Abend haben wir dann nur noch die Füße hochgelegt und den See genossen. Abends wurde es dann doch relativ schnell ziemlich kalt. Ich hab in Trainingshosen und dickem Pulli da gesessen und gelesen und bin dann auch in voller Montur schlafen gegangen, weil ich nichts mehr hasse, als dass es mir nachts zu kalt ist. Aber leider war es doch ziemlich kalt und die Decke war auch extrem dünn. Aber man will ja nicht meckern…
Am nächsten Morgen gings dann nach ausgiebigem Frühstück los in die Wildness. Naja, also Wildness ist relativ. Der ganze Park ist extrem gut beschildert und irgendwas nicht zu finden ist so ziemlich unmöglich, weil man mit Karten und Informationen reichlichst versorgt wird. Wir haben uns dann für den Beaver Pond Trail entschieden. Ein Weg durch den Wald, der zu mehreren Seen und einigen Bieber Burgen führte. Leider ist mein Fotoapparat schon nach den ersten 20 Minuten gestorben (keine Batterien mehr!!) und alle Bilder sind beim Paps auf der Kamera, also wird’s hier leider erst mal keine Bilder davon geben. Auf jeden Fall sind wir eine gute Stunde durch den Wald gestiefelt. Haben den Streifenhörnchen und Insekten zu gesehen und die schöne Landschaft um die verschiedenen Seen herum bewundert. Trotz der gut ausgeschriebenen Wege und der Menge an Besuchern im Park, hatten wir doch unsere Ruhe und nur ab und zu haben uns Leute auf dem Weg überholt. Die Gegend da ist tatsächlich, wie man sich Kanada vorstellt…einsam…sehr grün bzw. langsam etwas rot und gelb und einfach nur ewig weit. Die Seen lagen alle samt ruhig da. Nach den Bieber Burgen sind wir dann noch weiter durch den Park gefahren, haben hier und da mal angehalten und geschaut, immer in der Hofffnung, ein Elch möge einfach aus dem nächsten Busch steigen. Hat er aber nicht. Derwegen haben wir uns überlegt, den Vormittag und frühen Nachmittag im Park zu verbringen, dann richtung zu Hause zu fahren, was zu essen und dann noch ein bisschen uaf unserem hauseigenen See herum zu paddeln. Ich persönlich bin nämlich noch nie Kanu gefahren. Und für mich Greenhorn hat sich das also angeboten. Paps musste natürlich mit, weil alleine so ein Ding fahren geht nicht. Wir haben uns also todesmutig auf den See begeben, um nach 10 Minuten festzustellen, dass unsere Muskelkraft um einiges schwächer ist, als gedacht und dass unser Boot ein Loch hat und Papa hinten schon nasse Füße bekommt. Da sind wir dann genz schnell wieder nach Hause gepaddelt und haben den Rest der Vormittags die Füße noch ein bisschen hochgelegt. So gegen 6 sind wir dann nochmal losgefahren, um eventuell nochmal den ein oder anderen Waldbewohner zu beobachten. Erfahrene Afrikareisende wissen, dass die meisten Tiere morgens und dann wieder abends aktiv sind. Der Unterschied zu uns war nur, dass wir mit gut 80 Sachen über die Hauptstraße gefahren sind und versucht haben zu finden. Unmögliche Angelegenheit werden jetzt alle sagen. Antwort: ganz recht! Wir haben absolut nichts gesehen und es ist auch nichts aus dem Busch gehüpft. Schade, aber kann man nichts machen. Nach dem Ausflug sind wir dann abends schön in unsere Betten gefallen.
Sonntagmorgen mussten wir dann schon wieder aufbrechen. Paul war für 17:30 Uhr angemeldet und wir wussten nicht, wo uns das Navi diesmal langführt und wie viel Verkehr um Toronto sein würde. Dank dem Navi hätten wir noch gut 2 bis 3 Stunden im Park was machen können. Papa wollte aber schon fahren. Und wo anders anhalten war irgendwie auch nicht mehr drin. Ich hatte dann den Vorschlag gemacht, sich noch ein bisschen Toronto Stadt anzuschauen. Tja aber dafür war wohl nicht genug Zeit…aber das wird ich nachholen. Auf jeden Fall. Naja…auf jeden Fall war Sonntag dann nicht ganz so viel Verkehr und die Strecke nach Hause bzw. Zum Flughafen haben wir schnell hinter uns gebracht. Angekommen am Flughafen sind wir dann um 14:13 (Zeit, zu der wir ins Parkhaus gefahren sind!!!) und ja ich weiß wir hatten noch ewig viel Zeit. Da Paul am Terminal 3 ankommen sollte, haben wir uns in die Bahn gesetzt (Verbindung zwischen den Terminals) und sind zum Terminal 1 gefahren. T 2 gab es überhaupt nicht…frag mich nicht warum. Drüben haben wir uns dann umgeschaut, wo Papa einchecken muss. Aber das war auch irgendwie zu einfach, um Zeit zu brauchen. Wir sind nämlich nur eine Rolltreppe hochgefahren und schwupp schon standen da diverse Lufthansaeincheckschalter. Tja wir sind dann einfach noch ein bisschen rumgelaufen und haben nach deutschen Zeitungen gesucht, haben aber leider keine gefunden. Paul ist zum Glück schon eine halbe Stunde früher gelandet, so dass die Warterei dann bald vorbei war und wir endlich wieder am Auto standen und alles eingeräumt haben und losfahren konnten.
Gegen 6/ halb 7 haben wir dann wieder unsere Zimmer in unserem extrem schönen Motel bezogen. Aber war ja nicht mehr lang.

So das wars erst mal...am nächsten Eintrag wir gebastelt, ich will nur versuchen die Dinger ein bisschen kürzer zu halten, damit ihr nicht so erschalgen werdet.

Liebe Grüße!!!
franzi

2 Kommentare:

  1. Hey süße,
    um deine Einträge zu lesen muss man sich ja echt immer Zeit nehmen :-) Du schreibst ja echt sau viel. Aber was du noch nicht geschrieben hast ist, wie das Toilettenpapier so ist in Canada :-P hehe
    Ich hoffe du hast gerade eine schöne Zeit mit Paul und dass du bald dein Motel verlassen kannst um deine Wohnung zu beziehen :-)
    Die Wohnung unter uns bezieht jetzt meine Schwester und FH ist immer noch doof. Also alles beim alten ;-)
    Schreib schön fleißig weiter
    Liebste Grüße und einen dicken Kuss Cinja

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  2. Hallo Franzi,

    bitte die Einträge nicht kürzen - ich freue mich immer schon auf Deine Berichte.

    Ganz liebe Grüße

    Mattes

    P.S.: Wie war das jetzt mit dem SWAT Team?

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