So ihr Lieben
Nachdem ich den letzten Blogeintrag ja relativ kurz gehalten hab, gibt es jetzt einen kleinen Nachtrag zum Thema: TORONTO.
Paul und ich haben uns morgens früh auf den Weg gemacht. Der Tag sollte sich ja lohnen, deswegen sind wir ganz brav um 9 Uhr zum Bus gegangen, oder sogar früher, weil wir noch in die Stadt zum großen BusTerminal mussten. Am Terminal mussten wir dann Tickets für den großen Coach Canada Bus kaufen. Damit ging es dann innerhalb von 1,5 Std. mitten in die Innenstadt von Toronto. Ausgestiegen sind wir an der Union Station und haben dann erst mal überlegt, in welcher Reihenfolge wir was anschauen wollen, um Zeit zu sparen. Der Plan war dann, zuerst den CN Tower zu besteigen, dann zur Hockey Hall of Fame, danach in eine alte Destillerie und in eine bekannte Markthalle, danach zur Uni, zu einem alten Schloss und noch durch ein Multi-Kulti Stadtviertel, um dann am Ende auf eine der vorgelagerten Inseln zu fahren und den Sonnenuntergang anzuschauen. So vom Groben her schien uns das alles sehr plausibel und wir waren uns eigentlich ziemlich sicher, dass wir das auch alles schaffen. Haben wir natürlich nicht.
Wie gesagt gings zuerst auf den Tower. Von da oben konnte man wirklich fast alles sehen, nur die versprochene Gischt der Niagara Fälle war nicht zu sehen. Unter uns befand sich das irrsinnig große Rogers Center. Sportarena im großen Stil. Genutzt von Baseball und Football Mannschaft Torontos. Auch der Blick auf die kleinen Inseln direkt vor der Stadt war schön. Einen besonderen Kick gab es auf dem Glasboden. Wenn man einmal drauf steht geht es dann, man muss sich nur erst mal zwingen sich überhaupt darüber zu bewegen. Also ich zumindest. Auch wenn man weiß, dass da täglich hunderttausende Leute drüber marschieren, mulmig war mir trotzdem. Wir haben bestimmt 2 Stunden auf dem Turm verbracht, was uns zeitlich schon um einiges zurückgeworfen hat. Im Endeffekt ärgert es mich auch ein bisschen, so lange da oben gewesen zu sein. Aber jetzt ist ja auch zu spät.
Als wir dann wieder unten waren, haben wir uns zu Fuß auf den Weg zur Hockey Hall of Fame gemacht. Natürlich geht’s dabei nur um Eis- und nicht um Feldhockey. Wäre zwar schön gewesen, aber war nicht. Die Wege in Toronto sind eigentlich fast alle ganz gut zu Fuß zu machen und zu Hall of Fame waren es dann auch nur gute 15 Minuten. Drinnen gab es dann viel zu sehen: nachgestellte Umkleidekabinen, viele Bilder von berühmten Spielern, Trainern und sogar Schiedsrichtern, sowie diverse Trikots. Der Höhepunkt ist allerdings die echte Ruhmeshalle, in der der Stanley Cup aufbewahrt wird. Ein wahres Pokalungetüm. Ich kann nicht sagen wie schwer, ich weiß nur scheißschwer. Der Stanley Cup ist das, was bei uns die Meisterschale im Fußball ist, hat hier nur einen größeren Stellenwert. Schön waren auch noch die interaktiven Spiele, an denen man teilnehmen konnte. Paul hat sich dann als Schütze versucht. Da hat man mit richtigen Pucks und Schlägern auf eine Videoleinwand geschossen und geschaut, was der Torhüter macht. Lustige Aktion, leider völlig überlaufen von einem ganzen Haufen von Drei-Käse-Hochs.
Nach der Hall of Fame sind wir weiter Richtung Osten gegangen, um uns die St. Lawrence Market Hall anzusehen. Ähnlich der Market Hall in Kitchener gibt’s auch hier alles zu kaufen, was der Mensch so braucht, Lebensmittelweise. Buntes Treiben, auch noch eine Stunde vor Schluss ließ erkennen, dass es zu den frühen Morgenstunden, wenn die Halle öffnet, wahnsinnig voll sein muss. Paul hat sich dann Fish and Chips genehmigt, da wir zu dem Zeitpunkt schon ewig unterwegs waren und Mittagessen bis dahin zu kurz gekommen war.
Fortgesetzt haben wir den Weg dann Richtung Destillerie. Da hat man einfach ein altes Industriegelände umfunktioniert und sehr schöne kleine Läden in die alten Gebäude eingefügt, genauso wie Restaurants, ein Theater und Galerien. An Sommerabenden kann man hier wahrscheinlich wunderbar zu Abend essen. Definitiv ein Besuch wert. Besonders schön waren diverse Hochzeitsgesellschaften. Alle in Anzügen und schönen Kleidern und die Bräute rannten zwischen drin herum, um Fotos zu machen. Und eine Braut zu sehen bringt doch Glück oder?
Nachdem wir dann also unseren kleinen Spaziergang durch die alten Fassaden beendet hatten, mussten wir den ganzen Weg zu Hall of Fame (HoF)zurücklaufen. Normalerweise ja nicht schlimm, meine Füße sind nur extrem pingelich mit Schuhen, und obwohl ich schon meine Trekking/Wanderschuhe angezogen hatte, gabs eine Druckstelle, die mich dann für den Rest des Tages nicht mehr in Ruhe gelassen hat. Wieder an der HoF ging es dann Richtung Norden, über die einzige Straße der Welt, die man zu Gunsten der Fußgänger schmaler gemacht hat, also um mehr Bürgersteig zu bauen, Yonge Street. Zuerst ging es durch einige Hochhäuser, später an vielen kleinen Musik- und Krimskramsläden vorbei. Je weiter wir hoch liefen, desto bunter wurde es und auch die Menschen auf der Straße wurden immer verschiedener. Gefühlte 45 Minuten später kamen wir dann an der Uni an, unser Langzeitziel. Toronto hat eine der größten oder sogar die größte Uni in Kanada, 70 000 Studenten laufen hier rum. Wir haben leider nur einen sehr kleinen Teil gesehen, weil uns ganz schnell klar wurde, dass die Sonne schon langsam unterging und wir uns das ja eigentlich auf dem Wasser bzw. von den Inseln aus anschauen wollen. Deswegen sind wir dann nur sehr kurz durch einen kleinen, aber ich denke repräsentativen Innenhof gelaufen. Viel Efeu und scheinbar alte Gebäude, gemixt mit Footballspielenden Studenten. Einmalig dieses Bild.
Von der Uni haben wir dann eine u-Bahn genommen, um an die Union Station zurückzukehren. Zum Glück haben wir da jemanden gefragt, wo denn das Bus Terminal ist und es stellte sich heraus, dass sich dieses nochmal eine halbe Stunde nördlich der Union Station befand, also praktisch da, wo wir eben erst her gekommen sind. Wunderbar, einfach wunderbar. Zum ärgern und aufregen blieb aber keine Zeit, weil die Schiffe ja noch erreicht werden mussten, und wir auch noch was von der Stadt bei Tageslicht sehen wollten. Zumindest das haben wir geschafft. Von den Booten hat man eine fantastische Sicht auf die komplette Skyline und von den Inseln aus hat man das Ganze noch besser im Blick. Diese kleinen vorgelagerten Inseln sind nicht sehr groß, doch trotzdem das Naherholungsgebiet schlechthin. Angelegt, wie ein riesig großer Park, gibt es überall Sitzmöglichkeiten, Unterstände und Grillplätze, sowie einen kleinen Freizeitpark, ähnlich des Movie Parks bei uns, nur ohne große Achterbahnen. Leider haben wir alles nur im Dunkeln gesehen. Ein Besuch bei Tag lohnt sich aber definitiv!!
Leider fuhren die Fähren nicht zu unseren Ungunsten, so dass wir den letzten Bus um 23:15 nehmen mussten. Todmüde sind wir dann im Bus auch eingeschlafen, was aber nicht sehr erholsam war, weil der Bus extrem ungemütlich war. Vom Terminal mussten wir dann noch 15 Minuten laufen, um ein Taxi zu bekommen, was uns dann endlich nach Hause gefahren hat….mein Gott war ich geschafft.
So das war doch verhältnismäßig kurz.
Geht bald weiter…lieben Gruß
franzi
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Jetzt hast du so viel geschrieben,aber nichts über das Paintball spielen...?!So wünsche euch beiden Schnukkels noch eine wunderschöne Zeit!
AntwortenLöschenkuss andrea
Da steht ja auch Nachtrag I...der zweite folgt doch noch du nase...ma nicht so ungeduldig!!!
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